Venedig-Biennale 2017

Philipp Kaiser kuratiert Schweizer Pavillon

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Philipp Kaiser wird Kurator des Schweizer Pavillons bei der 57. Biennale in Venedig

Dies gab am Dienstag die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia bekannt. Der 1972 in Bern geborene Kunstkritiker und Kurator lebt und arbeitet derzeit in Los Angeles. Er begann seine Karriere 2001 als Kurator für moderne und zeitgenössische Kunst am Museum für Gegenwartskunst in Basel. 2007 wechselte er an das Museum of Contemporary Art (MoCA) nach Los Angeles. Darauf folgte die Anstellung als Direktor des Museum Ludwig in Köln 2012. Zwei Jahre später gab er diese Stelle aus familiären Gründen auf. Seitdem ist er als selbständiger Kunstkritiker und Kurator wieder in LA tätig. Dort bereitet er gerade eine Ausstellung über den 2005 verstorbenen Schweizer Kurator Harald Szeeman am Getty Research Institut vor.

Kaiser unterrichtete an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, der University of California Los Angeles und dem kalifornischen Claremont McKenna College. Darüber hinaus war er  2007 im Auswahlkomitee der Kunstmesse Düsseldorf Contemporary, sowie 2010 in der Jury der sechsten Berlin.Biennale.

Die Auswahl von Philipp Kaiser markiert einen Umbruch in der Planung des Schweizer Biennale-Beitrags: In vergangenen Jahren wurde immer zuerst der Künstler von einer unabhängigen Jury im Auftrag der Pro-Helvetia-Stiftung gekürt. Der Künstler bestimmt darauf selber den Kurator. Die Künstlerin Pamela Rosenkranz wählte im vergangenen Jahr Susanne Pfeffer, die Direktorin des Museum Fridericianum in Kassel, als Kuratorin. In der Installation "Our Products" füllte Rosenkranz den Hauptraum des Schweizer Pavillons mit 240.000 Liter hautfarbener Flüssigkeit.

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