Trennung von Werk und Autor

Die Suche nach dem guten Menschen hinter der guten Kunst ist ein Irrweg

Emil Nolde ist ein krasses Beispiel einer Revision: Jetzt erscheint der Künstler als bösartiger, nordischer Verschwörer, dem nichts wichtiger schien, als dass seine Bilder Adolf Hitler gefielen, was sie nicht taten. Blick in die Ausstellung "Emil Nolde - Maler und Graphiker" (bis 31. Oktober 2021) im Museum der Nolde Stiftung Seebüll
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Ein krasses Beispiel einer Revision? Blick in die Ausstellung "Emil Nolde - Maler und Graphiker" (bis 31. Oktober) im Museum der Nolde Stiftung Seebüll

Der gegenwärtige Kunstbetrieb schnüffelt eifrig nach dem Bösen in den Biografien von Künstlerinnen und Künstlern. Doch Werke, die auf Dauer sichtbar bleiben, sind niemals nur Botschaften oder Zeugnisse. Sie sind geladen mit Geheimnissen und Paradoxien


Es ist die Frage des Jahrzehnts: Können wir Werk und Autor noch trennen? Dürfen wir? Müssen wir? Die Suche nach dem guten Menschen hinter dem guten Werk ist ein Irrweg, findet Ulf Erdmann Ziegler


In meiner Jugend betrieben die Eltern meiner besten Freunde eine…

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