Hannover

Prominente Unterstützer werben für Schröder-Kirchenfenster

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In den Streit um ein Kirchenfenster, das Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) der Marktkirche schenken will, haben sich Prominente aus Hannover eingeschaltet

In einem Brief appellieren unter anderem der frühere Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg, der Kabarettist Matthias Brodowy sowie der frühere NordLB-Chef Gunter Dunkel an den Erben des Nachkriegs-Architekten, die Realisierung des Fensters nicht zu blockieren.

Schröder will der Kirche ein 13 Meter hohes Buntglasfenster schenken, das der renommierte Künstler Markus Lüpertz entworfen hat. "Sein Werk in der Marktkirche wäre eine Bereicherung", heißt es in dem Brief. Die Marktkirche sei im 17. und im 19. Jahrhundert neu ausgestattet worden. "Warum sollte es nun ausgerechnet für die Nachkriegsüberarbeitung auf unbestimmte Zeit einen Bestandsschutz geben?", fragen die Unterzeichner, zu denen auch die Museumschefs Robert Simon und Reinhard Spieler zählen.

Nach Auffassung des Erben von Dieter Oesterlen, der die Urheberrechte besitzt, widerspricht das Lüpertz-Fenster der von Oesterlen beabsichtigten Einfachheit des Raumes. Die Prominente appellierten auch an den Vorstand der Marktkirchengemeinde, nach Wegen zu suchen, die eine gerichtliche Auseinandersetzung vermeiden.

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