Internationaler Museumstag

Ramelow: ukrainische Kulturgüter vor Zerstörung schützen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hält eine Ansprache zur Eröffnung des Internationalen Museumstags im Rittersaal des Schlosses Burgk
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Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hält eine Ansprache zur Eröffnung des Internationalen Museumstags im Rittersaal des Schlosses Burgk

Bundesratspräsident und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat zum Internationalen Museumstag auf die gefährdeten Kunstschätze in der Ukraine aufmerksam gemacht

Es dürfe nicht zugelassen werden, dass die russische Militärmaschinerie nicht nur die Menschen, sondern auch die Erinnerung und Kultur zerstöre, mahnte Ramelow zum bundesweiten Auftakt des Aktionstages am Sonntag auf Schloss Burgk im ostthüringischen Schleiz.

Der Geschäftsführer von Icom Deutschland, dem deutschen Nationalkomitee des Internationalen Museumsrats, Klaus Staubermann, äußerte seine Sorge über die zunehmend gezielte Zerstörung von Kulturdenkmälern. Im Osten der Ukraine seien willentlich schon mehrere tausend Objekte zerstört worden. "Da geht es um gezielten Identitätsverlust zum Beispiel bei der Zerstörung von Kirchtürmen."

An dem Internationalen Museumstag beteiligten sich laut dem Deutschen Museumsbund bundesweit mehr als 1700 Museen. Nach zwei Jahren Corona wollten die Häuser unter dem Motto "Museen mit Freude entdecken" bei mehr als 4500 Veranstaltungen auf ihre Sammlungen aufmerksam machen. Dazu gehören unter anderem spezielle Führungen, Mitmach-Aktionen und Feste.