Künstlerausgabe

Richard Prince hat das Monopol

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Einmal im Jahr gestaltet ein bekannter zeitgenössischer Künstler das Monopol-Magazin. Nach dem Designer Peter Saville, dem Maler Martin Eder und der Konzeptkünstlerin Taryn Simon übernahm nun der amerikanische Bilderexperte Richard Prince das Ruder. Prince ist ein Meister in der Aneignung und Verwandlung der Bilder, indem er sie in neue Medien überführt. Seine bevorzugten Sujets sind die des amerikanischen Traums: Autos, Frauen, Western-Motive, und er bedient sich aus dem Bilderpool, dass Massenmedien wie Werbung, Film und Fernsehen, aber auch neue Medien wie Instagram bereitstellen.

Für Monopol gestaltete Prince exklusiv das Cover sowie eine ausführliche Bilderstrecke, die ganz private Aufnahmen aus dem Smartphone des Künstlers vereint - und breitet so sein persönliches wie professionelles Umfeld aus. Die Bilder zeigen auch, wie er die Welt wahrnimmt - und wie darin Bild und Abbild, Kunst und Trash, Eros und Entropie einander überlagern, überhöhen und auch einander auslöschen. Dazu hat Prince Fragen der Monopol-Redaktion im Interviewformat der baker’s dozen beantwortet. Ein Essay des Prince-Experten und Museumsdirektors Yilmaz Dziewior rundet das Special dieser jährlichen Künstlerausgabe ab.

Außerdem in der Januarausgabe von Monopol, die am 22. Dezember erscheint: Unser Jahresrückblick. Die Künstlerinnen Julieta Aranda und Camille Henrot, die besonderes Pech beziehungsweise Glück hatten, erzählen, was ihnen 2014 zugestossen ist. Und der Künstler Slater Bradley, der auch Astrologie-Experte ist, erstellt ein ausführliches Horoskop für das Jahr 2015. Sowie: Eine Reportage über den Künstler Gregor Schneider, der das Geburtshaus von Joseph Goebbels entkernt und den Bauschutt ausgestellt hat.

2015 wird es auch eine grundlegende Neuerung in Monopol geben: Ab sofort werden bekannte zeitgenössische Künstler in Monopol in jeder Ausgabe ein exklusives Kunstwerk gestalten. Die international anerkannten Künstler legen mit ihren Werken im Monopol-Magazin auch ein Bekenntnis zur Printindustrie und ihren Produkten ab – denn Papier ist und bleibt eines der wichtigsten Medien für zeitgenössische Künstler.

Damit möchte Monopol auch ein positives Zeichen setzen in Zeiten, in denen viel von einer Krise der Medien und der Printindustrie die Rede ist. Die Kunstwerke, die die Künstler und Künstlerinnen für Monopol entwickeln, können einen aktuellen Bezug zu wichtigen Ausstellungen aufweisen, aber auch völlig frei von aktuellen Themen entwickelte Projekte sind geplant.

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