Rilkes Requiem für Paula Modersohn-Becker

Wenn die Toten wiederkehren

Zwei Porträtgemälde nebeneinander: links bärtiger Mann, rechts Frau mit Kette vor blauen Blumen.
Fotos: gemeinfrei

Paula Modersohn-Becker: "Porträt des Rainer Maria Rilke", 1906, und "Selbstbildnis vor grünem Hintergrund mit blauer Iris", um 1905

Rainer Maria Rilkes "Requiem" für Paula Modersohn-Becker ist ein Gedicht über Trauer, Erinnerung und das schwierige Loslassen – und zugleich eine späte Würdigung der Künstlerin, deren außergewöhnliches Talent er lange unterschätzt hatte

Wenn ein nahestehender Mensch stirbt, ist es oft so, dass man ihn noch lange um sich spürt. Man glaubt, ihn zu sehen, man redet mit ihm, er ist immer präsent. Rainer Maria Rilke hat diesem Gefühl in seinem "Requiem" für eine Freundin auf eindrückliche Weise Ausdruck verliehen. Der Anfang ist berühmt: "Ich…

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