Ein zentraler Bezugspunkt ist das Nymphenbad im Dresdner Zwinger – eine der eindrucksvollsten barocken Brunnenanlagen Europas. Die in Litauen geborene und in Berlin lebende Künstlerin Aistė Stancikaitė (geb. 1988). lässt sich von dessen theatralischer Freiraumkomposition, der Bewegung der Wasserläufe und der Gestik der steinernen Nymphen inspirieren. In ihren Werken entstehen daraus eigene, zeitgenössische Nymphenfiguren: entrückte Wesen zwischen Körperlichkeit und metaphysischem Schwebezustand. Als raumgreifende malerische Intervention - kuratiert von Dominic Eichler - legt sich die Ausstellung wie ein farbintensiver Resonanzraum um die Besucher:innen. Variationen, Wiederholungen, kleine Störungen und visuelle „Glitches“ durchziehen die Bildserien – jedes Werk trägt sein eigenes Echo in sich und sendet es zugleich über den Ausstellungsraum hinaus. „Echoes“ wird so buchstäblich zu einem body of work, das den Raum, die Betrachtenden und das soziale Gefüge gleichermaßen einbezieht.