Barbara Proschak. Bewegte Ordnung. Vom Bedürfnis der Motive.
Der Nassauische Kunstverein Wiesbaden präsentiert mit Bewegte Ordnung. Vom Bedürfnis der Motive die erste institutionelle Einzelausstellung von Barbara Proschak (*1984) in Deutschland. Die Ausstellung gibt einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen der letzten fünfzehn Jahre und zeigt zugleich neue Arbeiten, die erstmals öffentlich zu sehen sind.
Barbara Proschaks Werk zählt zu den eigenständigsten Positionen der zeitgenössischen Fotografie. Die Künstlerin versteht Fotografie nicht als abgeschlossenes Einzelbild, sondern als offenen Denk- und Forschungsraum. Sammeln, Ordnen und Neu-Anordnen bilden den Kern ihrer Praxis: Aus tausenden fotografischen Notizen entstehen dichte Bildkonstellationen, in denen Körper, Natur, Atelier, Objekt und Bildraum miteinander in Beziehung treten. Dabei verbindet Proschak Fotografie mit Zeichnung, Glas, Objektarrangements und naturkundlichen Präsentationsformen.
Im Zentrum der Ausstellung steht Proschaks prozesshafte Arbeitsweise. Ihre Bilder werden geschichtet, verdeckt, verschoben, überzeichnet und neu kombiniert. In Vitrinen-Tischen, Bildkästen und bearbeiteten Fotografien entfaltet sich ein bewusstes Spiel zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Bedeutung entsteht nicht im einzelnen Bild, sondern in Beziehungen, Zwischenräumen und Leerstellen. So zeigt die Ausstellung Fotografie als etwas Bewegliches, Wandelbares und Körperliches. Zu sehen ist ein offenes Bildsystem, das unsere Wahrnehmung ebenso befragt wie unseren alltäglichen Umgang mit Bildern.
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The Nassauischer Kunstverein Wiesbaden presents Bewegte Ordnung. Vom Bedürfnis der Motive, the first comprehensive solo exhibition by Barbara Proschak (*1984) in Germany. The exhibition provides an insight into her artistic work over the last fifteen years and also shows new works that are on public display for the first time.
Barbara Proschak is one of the most independent voices in contemporary photography. She understands photography not as a finished single image, but as an open space for thought and research. Collecting, organizing, and rearranging form the core of her practice: thousands of photographic notes give rise to dense constellations of images in which bodies, nature, studio, object, and pictorial space enter into relationship with one another. Proschak combines photography with drawing, glass, object arrangements, and natural history presentation forms.
Proschak's process-oriented working method is at the center of the exhibition. Her images are layered, covered, shifted, drawn over, and recombined. In display cases, picture boxes, and edited photographs, a conscious interplay between visibility and invisibility unfolds. Meaning does not arise in the single image, but in relationships, interstices, and empty spaces. Thus, the exhibition shows photography as something mobile, changeable, and physical. What we see is an open image system that questions our perception as well as our everyday use of images.
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Termine:
Donnerstag, 26.2.26, 19.30 Uhr
Ausstellungseröffnung
Sonntag, 8.3.26, 15 Uhr
Internationaler Frauentag im Nassauischen Kunstverein: Führung durch die Ausstellungen von Barbara Proschak und Lola Göller
Samstag, 11.4.26, 19-24 Uhr
Kurze Nacht der Galerien und Museen
Sonntag, 19.4.26, 15 Uhr
Führung
Freitag, 24.4.26, 19 Uhr
Artist Talk mit der Künstlerin Barbara Proschak, Prof. Dr. Steffen Siegel, Folkwang Universität der Künste, Essen & Lotte Dinse, Direktorin Nassauischer Kunstverein
Sonntag, 7.6.26, 15 Uhr
Führung
Donnerstag, 18.6.26, 19 Uhr
Late Art & Drinks: Summer Edition
Sonntag, 28.6.26, 15 Uhr Finissage
Führung mit Lotte Dinse, Direktorin des Nassauischen Kunstvereins
Weitere Veranstaltungen und Angebote finden Sie auch auf unserer Webseite und in den sozialen Medien.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Nassauischer Kunstverein Wiesbaden
Wilhelmstraße 15
65185 Wiesbaden
Tel.: 0611 301136
kunstverein-wiesbaden.de
@nassauischer.kunstverein
Öffnungszeiten
Di - Fr 14–18 Uhr
Sa, So 11–18 Uhr
Für die freundliche Unterstützung der Ausstellung danken wir dem Kulturamt Wiesbaden, dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain und der Sektkellerei Henkell.