Parallel Vienna findet 2025 wieder am ikonischen Otto Wagner Areal, einem ehemaligen psychiatrischen Klinikgelände im Westen Wiens statt, dessen Pavillons vom damals führenden Architekten Wiens, Otto Wagner, gestaltet wurden. Die Stadt Wien entwickelt dieses Gelände aktuell zu einem Kulturareal mit Musikuniversität, Ausstellungsflächen und Künstler:innenateliers.
Galerie Rudolf Leeb hat 2017 mit einer Wandbelichtung und Fotografien auf Schleifpapier von Birgit Graschopf erstmals an einer Parallel teilgenommen. Die Show 2025 wird einen Einblick in das aktuelle Schaffen der Künstlerin geben, von handkolorierten Fotografien auf Beton, auf Faserzement und Aquarellpapier bis zu Motiven auf bunten Schleifpapieren. Diese Präsentation ist aber zugleich auch eine Hommage der Galerie an ihre Künstlerin.
Die zweite Position zeigt Arbeiten von Zhanina Marinova, die das zehnte Kapitel ihres Projekts „INTERSTICE” präsentieren wird. In der heutigen Sprache bezeichnet das Wort „Interstice“ oft eine Nische in einem größeren Raum, einen Teilraum oder ein bestimmtes Ereignis. Eine weitere Bedeutung ist ein kurzer Zeitraum, der für Aktivitäten genutzt werden kann, die nichts mit dem Hauptzweck zu tun haben. Marinova findet sich oft zwischen Realität und den Bereichen der Fantasie, Erinnerungen, Vertrautheit und Fremdheit wieder. Durch ihre Werke und ortsspezifischen Installationen schafft die Künstlerin visuelle Metaphern für diese Momente und Nischen.