Der Preis:
Der Dorothea von Stetten-Kunstpreis wird seit 1984 alle zwei Jahre im Kunstmuseum Bonn vergeben. Seit 2014 richtet sich der Preis an junge Künstler:innen aus den Nachbarländern Deutschlands, mit dem Ziel transnationale Netzwerke zu stärken. In diesem Jahr hat die Jury den mit 10.000 Euro dotierten Preis an Tohé Commaret vergeben, die das Preisgeld mit ihren Mitfinalist:innen teilen wird.
Die Preisträgerin:
Die Jury wählte die Präsentation von Tohé Commaret aus den Beiträgen der drei Finalist:innen und begründete ihre Entscheidung wie folgt:
„Wir sind zutiefst beeindruckt von der hohen Qualität der Beiträge aller drei nominierten Künstler:innen. Nicht nur die Werke selbst, sondern auch die Arrangements im Raum haben uns sehr überzeugt. Besonders hervorheben möchten wir die enge Zusammenarbeit an der Ausstellung, die sich in dem gemeinsamen Auftaktraum spiegelt. Diesen kollaborativen Ansatz verstehen wir gerade im Rahmen einer Preisverleihung als respektvolle Geste zwischen den Künstler:innen.
Unter den drei Finalist:innen haben uns die Arbeiten von Tohé Commaret besonders berührt. Mit ihrer eindrücklichen Bildsprache fängt sie die Poesie und Hoffnung, aber auch Zweifel und Unsicherheit der Gegenwart ein. Als Bühne und Akteur für die alltäglichen Momente des Lebens dient der Pariser Vorort Vitry-sur-Seine, in dem die Künstlerin selbst aufgewachsen ist. Für ihre Installation im Kunstmuseum Bonn aktiviert sie außerdem die ungewöhnliche Architektur des kleinen Auditoriums, indem sie ihren filmischen Kosmos durch präzise Setzungen im Raum erweitert.“
Die Finalist:innen:
Tohé Commaret (*1992, nominiert von Martha Kirszenbaum)
Sarah-Anaïs Desbenoit (*1992, nominiert von Dominique Gonzalez-Foerster)
Pol Taburet (*1997, nominiert von Chiara Parisi)