M 26 Abschlussausstellung der Meisterschüler:innen der HfBK Dresden
Gezeigt werden Arbeiten von 24 jungen Künstlerinnen und Künstlern, die Einblicke in ihre individuellen künstlerischen Arbeitsweisen sowie in die Themen geben, die sie aktuell beschäftigen.
Die Ausstellung zeichnet sich durch eine große Bandbreite an Medien, Techniken und Fragestellungen aus. Klassische künstlerische Verfahren werden ebenso aufgegriffen wie hinterfragt; Grenzen zwischen Materialien, Medien und Genres werden bewusst überschritten. Handgemachte Arbeiten stehen neben digitalen Ansätzen, persönliche Erfahrungen treffen auf erzählerische und romantische Motive. Von der klassischen Malerei über Installationen und filmische Arbeiten bis hin zu experimentellen Formaten eröffnet die Ausstellung einen zeitgenössischen und vielschichtigen Blick auf die Welt.
Mit Arbeiten von:
Selin Acarbaş, Dominik Ackermann, Eric Beier, Melina Braß, Si Cheng, Gila Epshtein, Leo-Constantin Fischer, Karen Kamiya, Valeriya Krasnova, Lena Melis Koneberg, Sophie Lindner, Virginia Lorenzetti, Keita Morita, Luca Pataki, Katrina L. Pennington, Jinmo Ryu, Georg Schatz, Elisa Schumann, Angelina Seibert, Miles Sjögren, Ronja Sommer, Laura Erika Urbanski, Patrick Will, Jascha Wolfram und Dina Zaitev.
Ausgewählte künstlerische Positionen (exemplarische Auswahl)
Eric Beier zeigt einen skulpturalen Stuhl, der die Formen des Rollstuhls aufgreift – einem Hilfsmittel, dessen Ursprung und Zweck häufig eher negativ konnotiert sind. In der künstlerischen Verarbeitung wird dies nicht geleugnet, sondern bewusst großzügig übergangen: Die Form wird in ein elegantes Möbel zwischen Funktion und Ästhetik verwandelt. Ergänzt wird dies durch ein Wandobjekt mit schwarzer Oberfläche und Seilen, das Assoziationen von Körper, Fesselung und Verletzlichkeit kritisch reflektiert.
Melina Braß präsentiert den halbstündigen Kurzfilm Building homes on cursed grounds, in dem Fotografien und Filmmaterial aus dem Familienarchiv sowie unzuverlässige Quellen zu einer narrativen Rekonstruktion des Lebenswegs eines unbekannten Vorfahren verschmelzen.
Angelina Seibert zeigt zwei skulpturale Installationen: Handles (Mixed Media, Textil und Stahl) und payment unsuccessful (Keramik, Spiegel, Holz). Die Arbeiten untersuchen Handlungsfolgen, Unsicherheit und die Verstrickung menschlicher Handlungen in eine komplexe Welt.
Luca Pataki präsentiert Synthesis (2026), eine Arbeit aus Postkarten, einem Briefkasten und Fotografien einer Performance. Sie reflektiert die Zusammenführung getrennter Gedanken, zeitlicher Ebenen und körperlicher Gesten zu einem instabilen, offenen Denkraum.
Virginia Lorenzetti erforscht in einer Installation mit 928 Zeichnungen die Mechanismen von Scham und Geheimnis. Ausgehend von einer verlorenen Kindheitszeichnung untersucht sie, ob Erinnerung rekonstruierbar ist oder sich stets neu erschafft, und verleiht dem Zeichnen einen rituellen Charakter.
Diese Positionen sind eine exemplarische Auswahl aus der Vielfalt der gezeigten Arbeiten. Ein Besuch der Ausstellung eröffnet die Möglichkeit, die umfassende Bandbreite künstlerischer Ansätze der Meisterschüler:innen zu erleben und so einen hervorragenden Einblick in die Fragestellungen junger zeitgenössischer Künstler:innen zu gewinnen, die am Ende ihres Studiums stehen und ihre eigenen Positionen souverän ausformulieren.
Ausstellungszeitraum:
30. Januar – 12. April 2026
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Sonntag, 11 – 18 Uhr
Eröffnung:
29. Januar 2026, 19 Uhr
Ausstellungsort:
Oktogon, Kunsthalle der HfBK Dresden
Georg-Treu-Platz 1
01067 Dresden