Marta Djourina (*1991 in Sofia) studierte an der Universität der Künste Berlin und an der Glasgow School of Art, wo sie ihre künstlerische Praxis an der Schnittstelle von Fotografie und Licht entwickelte.
Die Ausstellung Blushing versammelt neue Folds, Leuchtkästen und eine begehbare Lichtinstallation, in der die Fenster der Galerie selbst zu einem durchlässigen Leuchtkörper werden. Ausgangspunkt ist die Idee des „Blushing“ – ein Erröten als Reaktion, als Sichtbarwerden von Energie unter der Oberfläche.
In Djourinas neuen Arbeiten erscheint Licht nicht nur als Mittel der Beleuchtung, sondern als aktive wie reaktive Kraft. Es durchdringt Materialien, verdichtet sich, kippt in Farbe und schreibt sich in Oberflächen ein. Wie eine Haut reagieren die Bildträger auf die Einwirkung. Sie „erröten“, speichern Spuren von Intensität, Zeit und Kontakt.
Mit Laserpointern, Farbfiltern oder einfach durch die Faltung des Bildträgers dokumentiert die Künstlerin die performativen Spuren ihrer Aktionen und Bewegungen in der Dunkelkammer. Dabei bildet sich als ikonisches Motiv wiederholt die Hand der Künstlerin ab. Sie erscheint wie ein symbolischer Verweis auf das von-Hand-Gemacht-sein und die Vergewisserung: Ich-war-hier.