Max Freunds erste Solo-Präsentation im SALON der Galerie Andreae trägt den Titel Sommersprossen, der seiner Wiederbegegnung mit einer (Anti-)Heldin aus Kindertagen, Pippi Langstrumpf (aus Pippi Långstrump, 1945, von Astrid Lindgren) entlehnt ist. Die Sommersprossen tragende Langstrumpf dient dabei weniger als nostalgische Referenz denn als Modell eines anderen Weltzugangs. Sie hinterfragt Lebensentwürfe und Autorität, ist unabhängig und rebellisch, zugleich aber großzügig und gütig. Sie orientiert sich nicht an Normen, sondern an Potenzial und Vorstellungskraft. Hier setzt auch Freunds künstlerische Forschung an: als Praxis, die Realität und kollektive Erinnerung nicht abbildet, sondern erweitert und neu codiert.
Freund begreift Bilder als eigenartige Konstanten unserer Zivilisation, als Speicher von Zeit, kulturellen Echos und persönlichen Erinnerungen, die Vergangenheit und Möglichkeit zugleich verhandeln. In einer Gegenwart permanenter Bildproduktion bestimmt die Malerei nach wie vor den zeitgenössischen Kunstdiskurs. Der in Wien lebende und arbeitende Künstler empfindet seine bildbasierte Praxis als Realitätswiedergabe beziehungsweise gar -erweiterung, die Fantastie und abstrakte, nichtlineare Denkprozesse in unsere Wirklichkeit einspeist.
Max Freund (*1992) lebt und arbeitet in Wien. 2017 schloss er sein Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Judith Eisler ab. Mit seiner Malerei ist er in zahlreichen internationalen Ausstellungen, Projekten und Sammlungen in Europa vertreten.
Vernissage: 21. Mai 2026, 18-21 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Max Freund
Sommersprossen
22. Mai – 01. August 2026
Parallel zur Solo-Präsentation von Max Freund zeigt die Galerie Andreae die Ausstellung Ostrakon Stories Tiziana Jill Beck.