NAGOTA kuratiert von Anna Galeeva, versammelt Fotografien, in denen Adam Ripley den nackten Körper mit einer bemerkenswerten Sensitivität inszeniert. Die Ausstellung zeigt einen schlanken, weiblich gelesenen Körper in unterschiedlichen Landschaften und Interieurs – stets in Momenten stiller Präsenz, Verletzlichkeit und intensiver körperlicher Wahrnehmung.
Was diese Arbeiten besonders macht, ist die Art, wie der Künstler seinem Modell begegnet: Die Fotografien vermitteln das Gefühl, dass er dem Körper viel abverlangt und ihn zugleich in seiner gesamten Verletzlichkeit wahrnimmt und respektvoll sichtbar macht. Die Präsenz entsteht nicht nur durch das Modell, sondern ebenso durch den Blick des Fotografen, der sich in jedem Bild spiegelt.
Ergänzt wird diese Perspektive durch ein intimes Selbstporträt des Künstlers, der sich selbst nackt zeigt und damit die Beziehung zwischen Fotograf und Modell öffnet. In dieser Gegenüberstellung entsteht ein Dialog über Nähe, Vertrauen und die Frage, wie sich Verletzlichkeit in Bildern ausdrücken lässt.