Verschollen, wiederaufgetaucht und erstmals öffentlich präsentiert
Die Chelsea-Hotel-Fotografien von Albert Scopin (1969–1971)
Neuer Bildband im KERBER VERLAG, begleitet von einer Ausstellung in der FWR GALERIE, Berlin
ERÖFFNUNG:
14.03.2026 | 18 - 21Uhr
KÜNSTLERGESPRÄCH UND BUCHVORSTELLUNG:
24.03.2026, 19 UHR
moderiert von Michael Biedowicz 14.03.2026 - 04.04.2026
Über vier Jahrzehnte galten sie als verloren, nun werden sie erstmals in einem Bildband veröffentlicht und in einer Ausstellung präsentiert: die wiederentdeckten Fotografien, die Albert Scopin zwischen 1969 und 1971 im legendären Chelsea Hotel in New York aufgenommen hat. Die FWR Galerie, Berlin zeigt die erste umfassende Präsentation dieser außergewöhnlichen Serie und richtet zugleich die offizielle Buchvorstellung aus.
Zwischen 1969 und 1971 lebte der damals junge Fotograf Albert Scopin (Albert Schöpflin) im Chelsea Hotel in NewYork, wo er als Assistent der renommierten Fotografen Mikel Avedon und Bill King arbeitete. Mit einer einfachen Kodak Instamatic fing er das unruhige, kreative und bisweilen chaotische Leben dieses ikonischen Ortes ein.
Im Jahr 1970 sandte er die Fotos zur Veröffentlichung an das neu gegründete ZEITmagazin. Doch die Originale gingen nach der Publikation nicht an ihn zurück. Jahrzehntelang blieben sie unauffindbar.
Erst 2016 kam die überraschende Wendung: Die Galerie Ahlers meldete sich mit dem Hinweis, dass Negative, Abzüge und Dias „aufgetaucht“ seien.Wie die Bilder aus dem Archiv verschwanden und über Umwege in Bayern wieder auftauchten ist bis heute nicht geklärt.
Nach diesem Fund ist nun eine Publikation entstanden, die eine der seltensten fotografischen Chroniken des Chelsea Hotels versammelt: intime, ungestellte Momente, die ohne Blick durch den Sucher aufgenommen wurden, um das echte, ungeschönte Leben einzufangen.
Die Fotografien zeigen u. a.:
» Patti Smith und Robert Mapplethorpe in ihren frühen, noch unbekannten Jahren
» Regisseure wie Wim Wenders, Rosa von Praunheim, Milos Forman und Jonas Mekas
» die Warhol-Szene bei improvisierten Performances
» spontane Momente des Alltags und Nachtlebens
» intime Einblicke in die „wilden Jahre“ des Chelsea.
Begleitet wird der Band durch persönlicheTexte Albert Scopins sowie ein Interview mit ihm. Das Buch wird im Rahmen der Ausstellung in der Galerie Feldbusch Wiesner Rudolph erstmals öffentlich vorgestellt.
Die Schau präsentiert ca. 30 Fotografien, darunter die wichtigsten wiederentdeckten Originale. Sie lässt die Atmosphäre des Chelsea Hotels in seinen frühen, wilden Jahren spürbar werden: ungeschönt, rau und ebenso voller Versprechen wie die Menschen, die dort lebten. Die Ausstellung zeichnet nicht nur das fotografische Werk und die Geschichte dieser außergewöhnlichen Wiederentdeckung nach, sondern öffnet auch den Blick auf das Chelsea Hotel als sozialen und kulturellen Brennpunkt einer ganzen Generation.
Scopin, geboren 1943, begann als Fotograf, bevor er sich ab 1988 ganz dem Zeichnen und später der Arbeit mit Asphalt zuwandte. Sein Werk ist geprägt von künstlerischen Wendungen und einer konsequenten Suche nach authentischem Ausdruck.
Die Wiederentdeckung der frühen Fotografien schafft eine neue Verbindung zwischen seinem damaligen dokumentarischen Blick und seinen späteren, materialbasierten Arbeiten.
PRESSEKONTAKT
Alexandra Saheb
E-Mail: alexandrasaheb@gmx.de Tel.: 0172 1513170
PUBLIKATION
SCOPIN
CHELSEA HOTEL
Kerber Verlag
Erscheint: März 2026
Maße: 21,0 × 26,0 cm
Seitenzahl: 176 Seiten
Abbildungen: 118 farbige Abbildungen ISBN 978-3-7356-1046-1 www.kerberverlag.com/de/buecher/scopin Preis: 38,00 Euro
AUSSTELLUNGSORT
FWR Galerie
Jägerstraße 5
10117 Berlin www.feldbuschwiesnerrudolph.com