Zwischenspiel: Wie wohnen alte Menschen. Das Henry­ und Emma­ Budge­-Heim in Frankfurt am Main

29 Oct 2020 — 24 Jan 2021

Filmstill aus dem Film „Wo wohnen alte Leute?“ von Ella Bergmann-Michel aus dem Jahr 1931.
Aus dem Film „Wo wohnen alte Leute?“ von Ella Bergmann-Michel aus dem Jahr 1931 © (Ella Bergmann-Michel) Sünke Michel
Das Zwischenspiel im Bauhaus Museum Dessau blickt auf eine Fragestellung, die vom Neuen Bauen weniger beachtet wurde: das Leben und Wohnen älterer Menschen. Finanziert mithilfe der Stiftung der jüdi­schen Bankiersfamilie Emma und Henry Budge, schrieb Das Neue Frankfurt unter Ernst May 1928 einen einmaligen Wettbe­werb des Neuen Bauens aus: Entstehen sollte ein Senioren­heim für jüdische und christliche Bewohner*innen des „gebilde­ten Mittelstands“. Gewonnen haben die Architekten Mart Stam, Werner Moser und Ferdinand Kramer. Über Mart Stam floss dieses Projekt 1928/29 in den Unterricht der Bauabteilung des Bauhauses ein. 1930 – 1931 produzierte Ella Bergmann­ Michel im Auftrag von Mart Stam einen Dokumentarfilm über das Heim.

Anlässlich des 100. jährigen Bestehens der Henry und Emma Budge-Stiftung erzählt das Zwischenspiel die bewegte Geschichte des Heims von seinem Bauprozess über die NS- und Kriegszeit bis in die Gegenwart.