New York

Künstlerin Simone Leigh gewinnt Hugo Boss Prize 2018

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Die New Yorker Künstlerin Simone Leigh gewinnt die mit 100.000 Dollar dotierte Auszeichnung des Modeunternehmens Hugo Boss und des Solomon R. Guggenheim Museum

Die Auszeichnung wird seit 1996 alle zwei Jahre vergeben. Die US-Künstlerin mit jamaikanischen Wurzeln, deren Arbeiten auch bei der 10. Berlin Biennale gezeigt wurden, beschäftigt sich in ihren Werken unter anderem mit den Themen Herkunft, Feminismus, afro-amerikanischer Widerstand, Mystik und Folklore. Dafür arbeitet sie mit Skulptur, Video, interaktiver Performance und dem Programmieren. In einem Video, mit dem die Entscheidung bekannt gegeben wurde, sprach sie von der Arbeit schwarzer Frauen im Untergrund und dem Wissen, das sie in sich tragen. Von diesen Themen geht auch eines ihrer bekanntesten Projekte namens "The Waiting Room" aus, das im "New Museum" in New York gezeigt wurde.

Wie es für die Preisträger des Hugo Boss Prize üblich ist, wird Simone Leigh im kommenden Jahr eine Ausstellung im Guggenheim Museum gewidmet.

 

Die Künstlerin war eine von sechs Finalisten im Rennen um den Preis. Neben ihr waren Bouchra Khalili, Teresa Margolles, Emeka Ogboh, Frances Stark und Wu Tsang nominiert.

Die Initiatoren des Hugo Boss Prize haben sich zur Aufgabe gemacht, mit der Auszeichnung die Arbeit von "bemerkenswerten Künstlern" auszuzeichnen, "deren Arbeitsweisen zu den innovativsten und einflussreichsten unserer Zeit gehören." Die bisherigen Preisträger waren Matthew Barney (1996), Douglas Gordon (1998), Marjetica Potrč (2000), Pierre Huyghe (2002), Rirkrit Tiravanija (2004), Tacita Dean (2006), Emily Jacir (2008), Hans-Peter Feldmann (2010), Danh Vo (2012), Paul Chan (2014) und Anicka Yi (2016).

Nancy Spector und David Stockman vom Guggenheim Museum leiteten die diesjährige Jury, die aus Dan Fox vom "Frieze"-Magazine, der Kuratorin Sofía Hernández, Chong Cuy, die zukünftige Direktorin des Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam, Bisi Silva, künstlerische Leiterin des Centre for Contemporary Art Lagos, sowie Susan Thompson und Joan Young vom Guggenheim Museum bestand.
 

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