Skandal in Ägypten

Fotograf fotografiert sich beim Sex auf Cheopspyramide

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Ein Sexfoto des dänischen Fotografen Andreas Hvid auf der weltbekannten Cheopspyramide von Giseh sorgt weiter für Empörung in Ägypten

Antikenminister Chalid al-Anani kündigte eine Untersuchung des Falles an. Auch die Generalstaatsanwaltschaft sei damit betraut, berichtete die staatliche Zeitung "Al-Ahram". Auf dem seit einigen Tagen im Internet kursierenden Foto ist ein nacktes Paar auf dem knapp 140 Meter hohen Weltwunder der Antike beim - zumindest angedeuteten - Sex zu sehen. Inwiefern das Foto nachbearbeitet wurde, war unklar.

Auch ein Video verbreitete sich viral. Darauf ist zu sehen, wie der Fotograf und eine Freundin (die auf den Fotos und dem Video nur mit verpixeltem Gesicht zu sehen ist) die Pyramide am Rande der Metropole Kairo in Nordafrika mitten in der Nacht heraufklettert. In sozialen Medien in dem muslimisch-konservativen Land gab es eine Reihe empörter Kommentare.

 

Der Generalsekretär des Obersten Antikenrates, Mustafa al-Wasiri, sagte der Zeitung "Al-Ahram" zudem, dass untersucht werde, ob das Video echt seit oder manipuliert wurde. Der 23-jährige Hvid hat inzwischen das Land verlassen und will nie mehr zurückkehren. Er sagte der dänischen Zeitung "Ekstrabladet", dass das Video echt sei, der Sex aber gestellt. Er bereue die Tat: "Das war die dümmste Idee, die ich je hatte. Westliche, privilegierte Jugend in seiner schlimmsten Form. Fehlt nur noch ein Joint und eine Flasche Wodka."

Hvid fotografiert immer wieder Roofing-Aktionen, also das unerlaubte Erklimmen von hohen Gebäuden oder Industrieanlagen, außerdem ist er auf  Aktfotografie spezialisiert.

Immer wieder klettern Touristen unerlaubterweise auf die Cheopspyramide. Normalerweise belassen es die Behörden aber bei einer Verwarnung. Der Pyramidenkomplex ist in der Nacht geschlossen und wird außerdem bewacht. Nutzer im Internet mutmaßten, dass das Paar die Wachen möglicherweise bestochen haben könnte, um sich Zutritt zu verschaffen.

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