Das teilte der Aufsichtsrat des Museums am Mittwoch mit. Rosenthal ist derzeit Direktorin des Guggenheim Abu Dhabi Project und verantwortet dort die künstlerische Ausrichtung und das Eröffnungsprogramm des Museums, das am 11. Dezember eröffnet werden soll.
Rosenthal war von 2018 bis 2022 Direktorin am Gropius Bau in Berlin. Während ihrer Amtszeit zeigte das Ausstellungshaus unter anderem große Einzelausstellungen von Yayoi Kusama, Lee Bul und Wu Tsang. Zuvor war sie von 2007 bis 2017 Chefkuratorin der Hayward Gallery in London. 2016 leitete sie als Künstlerische Direktorin die Biennale von Sydney.
In ihrer neuen Position soll Rosenthal die künstlerische Zukunft des Museums und des Depot Boijmans Van Beuningen mitgestalten. Das Hauptgebäude des Museums ist seit 2019 wegen Renovierungs- und Umbauarbeiten geschlossen und soll 2030 wiedereröffnet werden. Die Sammlung mit mehr als 157.000 Werken wird währenddessen unter anderem im 2021 eröffneten Depot präsentiert.
"Übergangsphasen nutzen, um neue Wege zu gehen"
"Institutionen, die Übergangsphasen nutzen, um neue Wege zu gehen und die Rolle des Museums im 21. Jahrhundert neu zu denken, haben mich immer inspiriert", erklärte Rosenthal laut Mitteilung. Das Museum Boijmans Van Beuningen sei ein solches Haus. Sie freue sich darauf, neue Verbindungen zwischen Epochen und künstlerischen Praktiken herzustellen und die Beziehung des Museums zu Rotterdam, einer von kulturellem Austausch und Vielfalt geprägten Hafenstadt, weiterzuentwickeln.
Rosenthal folgt auf Ina Klaassen, die seit 2022 Generaldirektorin des Museums war und aufgrund einer Erkrankung vor Kurzem von ihren Aufgaben zurückgetreten ist. Sandra Kisters, Direktorin für Sammlung und Forschung, führt das Museum derzeit kommissarisch und soll diese Funktion bis zu Rosenthals Amtsantritt im Frühjahr 2027 ausüben.
Rosenthal ist außerdem Mitglied des Vorstands des International Committee for Museums and Collections of Modern Art (CiMAM) und Gastprofessorin an der NYU Abu Dhabi.