US-Künstlerin

Susan Hiller verstorben

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Die Künstlerin Susan Hiller ist am 28. Januar im Alter von 78 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben

Das meldete die Lisson Gallery. Hiller wurde 1940 in Tallahassee, Florida, geboren. Sie interessierte sich früh für Anthropologie, studierte später aber Film und Fotografie in New York. Ihre Doktorarbeit schrieb sie schließlich in Anthropologie. Als sie in den 60ern in London mit den britischen Minimalisten in Kontakt kam, passte ihre künstlerische Arbeit nicht so recht - die Kollegen fanden, ihre Arbeit bewege sich an der Grenze zum Kitsch. 

Bekannt wurde Hiller mit der Serie "The Sisters of Menon", die zwischen 1972 und 1979 entstanden ist. Dafür hat sie sich der Technik des automatischen Schreibens bedient und behauptet, sie würde Nachrichten aus der Geisterwelt aufzeichnen. "Ich interessiere mich für okkulte Kräfte, und wenn die Leute das verrückt finden, ist das deren Problem", sagte sie kürzlich der britischen Tageszeitung "The Guardian" in einem Interview

Ihre Kunst wird trotz der damaligen Differenzen oft im Zusammenhang mit britischer Konzeptkunst der 60er und 70er gesehen. Gemeinsam mit Mary Kelly war sie die einzige Frau in der Retrospektive zu dieser Epoche, die das Londoner Museum Tate Britain 2016 ausgerichtet hat.

Hillers Videoarbriet "The Last Silent Movie" lief im Jahr 2017 auf der Documenta 14. Die Arbeit besteht aus einer leeren Leinwand und den Stimmen von Menschen, die in toten Sprachen sprechen.

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