Berliner Künstler

Thomas Zipp gestorben

Person mit Sonnenbrille, Arme ausgebreitet, vor großem Rasterbild aus Quadraten mit weißem Relief.
Foto: Actionpress

Thomas Zipp bei der Eröffnung von "Sex, Drugs and Rock’n’Roll" im Wurlitzer Showroom während des Gallery Weekend Berlin 2024

Der Berliner Künstler Thomas Zipp ist tot

Das teilte seine Galerie Barbara Thumm am Samstag mit. Zipp gehörte zu den wichtigsten Positionen der deutschen Gegenwartskunst seit den 1990er-Jahren. Der 1966 in Heppenheim geborene Künstler studierte bei Thomas Bayerle an der Städelschule in Frankfurt und an der Slade School of Fine Art in London. Seit 2008 war er Professor für Malerei und Multimedia an der Universität der Künste Berlin. Zipps Werke wurden international gezeigt, unter anderem auf der Biennale in Venedig und in Museen in New York, London und Zürich.

In seinen Arbeiten verband er Malerei, Installation und Performance zu düsteren, oft ironischen Reflexionen über Wissenschaft, Religion und Machtstrukturen. Seine oft raumgreifenden Installationen und Malereien wirkten wie Versuchsanordnungen, in denen sich Psychiatrie, Esoterik und Popkultur überlagerten. Zipp interessierte sich für Grenzzustände und schuf dichte Bildwelten.

Laut Galerie ist der Künstler am Karfreitag gestorben. Über die Todesursache wurde zunächst keine Angabe gemacht.