Wie ihre Stiftung mitteilte, starb die Künstlerin am Donnerstag, wenige Tage vor ihrem 86. Geburtstag. Valie Export galt als eine der wichtigsten Vertreterinnen feministischer Aktions-, Medien- und Performancekunst international.
Geboren wurde sie am 17. Mai 1940 in Linz als Waltraud Lehner. Ende der 1960er-Jahre legte sie ihren bürgerlichen Namen ab und schuf mit VALIE EXPORT einen Künstlernamen, angelehnt an die Zigarettenmarke Smart Export, den sie konsequent in Großbuchstaben schrieb. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit Performances und Aktionen wie "Tapp- und Tastkino" (1968), "Aktionshose: Genitalpanik" sowie "Aus der Mappe der Hundigkeit".
In ihren Arbeiten setzte sich Valie Export mit Geschlechterrollen, Machtverhältnissen und der Darstellung des weiblichen Körpers auseinander. Dabei nutzte sie Medien wie Film, Video, Fotografie und Performance. Sie war im Umfeld des Wiener Aktionismus tätig, distanzierte sich jedoch vom dort vorherrschenden Frauenbild.
Valie Export nahm an zahlreichen internationalen Ausstellungen und Filmfestivals teil, darunter an der Documenta, im Centre Pompidou und im Museum of Modern Art. 1980 vertrat sie gemeinsam mit Maria Lassnig Österreich bei der Kunstbiennale in Venedig. Später lehrte sie unter anderem in Berlin und Köln als Professorin für Medien- und Performancekunst.
Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Oskar-Kokoschka-Preis und das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. 2017 wurde in der Linzer Tabakfabrik das VALIE EXPORT Center als Forschungszentrum für Medien- und Performancekunst eröffnet. Bis zuletzt arbeitete die Künstlerin weiter in ihrem Atelier und engagierte sich für junge Künstlerinnen.
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