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Warum Hito Steyerl die Künstlerin der Stunde ist

Foto: dpa
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Hito Steyerl 2015 bei einer Pressekonferenz zum Deutschen Pavillon der Kunstbiennale in Venedig teil

Hito Steyerl hat in dieser Woche den Käthe-Kollwitz-Preis erhalten. Warum die Berliner Videokünstlerin für die Kunstwelt so interessant ist, erklärt Monopol-Chefin Elke Buhr im Gespräch mit Detektor.fm

Anlässlich der Verleihung der mit 12 000 Euro dotierten Auszeichnung am vergangenen Mittwochabend präsentiert die Berliner Akademie der Künste Arbeiten der Künstlerin. Steyerl spielt in ihren Videoarbeiten mit der Veränderung und Umwandlung von Perspektiven. Zu sehen ist etwa die aus 2012 stammende Installation "Abstract", in der sie das filmische Mittel von Schuss und Gegenschuss verwendet, um neben der optischen eine geografisch-politische Verbindung herzustellen. So verknüpft sie ihr Bild als Betrachterin am Brandenburger Tor mit eigenen Aufnahmen von Überresten eines Militärschlags in einer kargen Gebirgslandschaft im Osten der Türkei.

Die aus München stammende Steyerl ist Professorin für Experimentalfilm und Video an der Universität der Künste in Berlin. Ihre Werke waren unter anderem auf der Documenta in Kassel, der Biennale in Venedig und im Museum of Modern Art in New York zu sehen.

Aus Sicht der Akademie ist sie eine internationale Künstlerin, deren besonderes Interesse den Medien, der Technologie und der Verbreitung von Bildern gilt. 2017 war die deutsch-japanische Künstlerin vom britischen Kunstmagazin "ArtReview" zur einflussreichsten Persönlichkeit im internationalen Kunstbetrieb gekürt worden.

Elke Buhr, Chefredakteurin von Monopol, erklärt auf Detektor.fm, was das Werk von Hito Steyerl ausmacht: