Monopol-Märzausgabe

Wie viel Porno steckt im Werk von Robert Mapplethorpe?

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Robert Mapplethorpes Werk ist auch dreißig Jahre nach dem Tod des Fotografen immer wieder Gegenstand von Kulturkämpfen und Zensurversuchen. Aber machen nicht gerade die frühen Sadomaso-Arbeiten den Kern der Kunst des US-Amerikaners aus?

Monopol fragt in seiner Titelgeschichte im März, wie kontrovers das Werk des Künstlers heute noch ist – und bittet unter anderem die Choreografin Sasha Waltz, die Künstlerin Valie Export und die Schauspielerin Isabelle Huppert um einen ganz persönlichen Kommentar zu den Bildern des Amerikaners. Mapplethorpe, der am 9. März 1989 an Aids starb und dem das Guggenheim in New York zum 30. Todesjahr gleich mehrere große Ausstellungen widmet, war der erste, der erigierte Penisse wie Skulpturen fotografierte, durch ihn kam homosexuelles Begehren in den Mainstream. Die Mapplethorpe Foundation, die den Nachlass vertritt, versucht, das Bild des Künstlers in der Öffentlichkeit zu entschärfen: Sie gibt keine Pressebilder mit explizit sexuellen Inhalten frei. Mapplethorpes Zeitgenosse, der Künstler AA Bronson, betont dagegen in einem Statement für Monopol, dass gerade die frühen Sadomaso-Arbeiten den Kern von Mapplethorpes Kunst ausmachten.

Außerdem in der Märzausgabe von Monopol: Ein Mode Spezial mit den schönsten Entwürfen des Frühjahrs, ausgewählt und kommentiert von dem Künstler Claus Richter, sowie mit einem großen Essay über Modest Fashion und muslimische Mode.

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