Art-Cologne-Woche

Wohin am Dienstag in Köln?

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Am Vorabend zu Art Cologne wird im Museum Ludwig der Wolfgang-Hahn-Preis verliehen, Yuji Nagai zeigt neue Bilder und Assaf Gruber einen Filmzyklus

18.30: Museum Ludwig, Köln
Huang Yong Ping sei alles gleichzeitig, hat der Kurator Hou Hanru mal gesagt: "Künstler, Magier, Wahrsager, Alchemist, Heiler, Lehrer, Philosoph und Schriftsteller." Jetzt bekommt der 1954 in China geborene Künstler den Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig verliehen. Die dazugehörige Ausstellung eröffnet pünktlich zur Art Cologne am Dienstag. Huang Yong Ping, der in seinem Werk Dada mit Buddhismus verbindet, war einer der einflussreichsten Künstler der chinesischen Kunstavantgarde der 80er-Jahre. 1989 war er in der einflussreichen Ausstellung "Ma giciens de la Terre" im Pariser Centre Pompidou vertreten, nach dem Massaker an Tiananmen-Platz blieb er in Frankreich. Das Museum Ludwig nennt nun seine Arbeit "Bat Project I–II" sein Eigen. Sie beschäftigt sich mit dem Zusammenstoß eines US-amerikanischen Spionageflugzeugs, das ein Fledermauslogo auf dem Heck trug, mit einem chinesischen Kampfjet. In China, so eine bittere Pointe des Ereignisses, stehen Fledermäuse für Glück.

18-21 Uhr, Galerie Warhus Rittershaus, Köln
Fredi Fischli und Niels Olsen haben eine Ausstellung mit Arbeiten von Yuji Nagai kuratiert, die heute Abend eröffnet. Der 1978 in Japan geborene Maler, der an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, zeigt neue, surreale Bilder unter dem Titel "Cat’s Whiskers" in seiner Kölner Galerie. Auf der Art Cologne stellen Warhus Rittershaus, Fischli und Olsen Nagais Bilder dann denen von Heimo Zobernig und Albert Oehlen gegenüber.

18-20 Uhr, Zum scheuen Reh, Köln
Das Berliner Eigen & Art Lab, Ableger der Galerie Eigen & Art, zeigt in einem Musikklub im belgischen Viertel Assaf Grubers "The Anonymity of the light" im Loop: eine Serie aus vier einzelnen Filmen, die wie Ausschnitte aus Spielfilmen kleine Dramen entfalten. "Die Monodramen beschäftigen sich mit Situationen, in denen sich die Charaktere aufgrund von Belastungen der Realität in ambivalenten und widersprüchlichen Momenten befinden", heißt es von der Galerie. Der 1980 in Jerusalem geborene Gruber war 2012 Stipendiat am Berliner Künstlerhaus Bethanien und 2014 an der Akademie der Künste.

Mehr zur Messewoche in Köln in der aktuellen Ausgabe von Monopol und in unserem Online-Dossier

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