Museum Rietberg

Zürich restituiert Benin-Objekte an Nigeria

Ama, Reliefplatte mit Oba Ozolua, Königliche Gilde der Bronzegiesser (Igun Eronmwon), Nigeria, Königtum Benin, Edo; 16./17. Jh.
© Museum Rietberg

Ama, Reliefplatte mit Oba Ozolua, Königliche Gilde der Bronzegiesser (Igun Eronmwon), Nigeria, Königtum Benin, Edo; 16./17. Jh. 

Die Stadt Zürich überträgt die Eigentumsrechte von elf Objekten aus dem Museum Rietberg an Nigeria

Damit kommt sie einer Restitutionsforderung der nigerianischen National Commission for Museums and Monuments (NCMM) nach, die im Juli 2024 im Auftrag der Regierung sowie des Königshofs von Benin gestellt worden war.

Die Werke stammen aus dem ehemaligen Königreich Benin und gelten als kulturell und spirituell bedeutend. Ein Teil der Objekte soll nach der Eigentumsübertragung als Leihgabe weiterhin in Zürich gezeigt werden, die übrigen werden im Sommer nach Nigeria zurückgeführt.

Zürich reagiert mit dem Schritt auf die koloniale Vergangenheit der Sammlungen. Untersuchungen im Rahmen der "Benin Initiative Schweiz" hatten ergeben, dass die betreffenden Objekte im Zuge der britischen Strafexpedition von 1897 geplündert und später über den Kunsthandel nach Europa gelangten.

Parallel zum Museum Rietberg geben auch das Völkerkundemuseum der Universität Zürich und das Musée d’ethnographie de Genève Benin-Objekte zurück. International hatten zuletzt bereits Deutschland, die Niederlande und die Universität Cambridge umfangreiche Restitutionen an Nigeria beschlossen.