Die Künstlerin Vija Celmins wird oft als Nachfahrin der Romantiker missverstanden, dabei sind ihre Werke von Forschersinn und Humor geprägt. Zu entdecken ist ihre doppelte Wirklichkeit nun in einer fulminanten Retrospektive in Basel
Unser Kolumnist Dieter Roelstraete fragt sich, ob der Siegeszug von Trumps MAGA-Bewegung mit der Legalisierung von Marihuana in den USA zu tun hat. Vielleicht sollte die Kunst einen kalten Entzug machen
Kultur kostet – aber sie rechnet sich auch. Eine neue Studie zeigt, dass Museen weit mehr erwirtschaften als in sie investiert wird. Warum Kürzungen bei den Etats deshalb nicht nur kulturell, sondern auch ökonomisch fatal sind
Die Halbjahresbilanz der Auktionshäuser hat gezeigt: Die Nachfrage nach Kunst ist da, aber auf niedrigem Preisniveau. Deshalb setzen die großen Player auf Diversifikation - und verkaufen NBA-Trikots, Juwelen und Handtaschen
Die Geschichte der Documenta ist stark nordamerikanisch geprägt, und auch das aktuelle künstlerische Leitungsteam um Naomi Beckwith repräsentiert US-Institutionen. Einen Schritt zurück bedeutet das aber noch lange nicht
Die US-Autorin Susan Sontag hat ihr Publikum nicht nur kritisches Denken, sondern auch kritisches Sehen gelehrt. Eine Ausstellung in Bonn zeigt nun ihr schillerndes Verhältnis zu Bildern
Die US-Amerikanerin Amy Sillman ist im Ludwig Forum Aachen als Malerin und Kuratorin zu entdecken. Dort liefert sie "weirde und wunderbare" Einblicke in den Prozess des Kunstschaffens
Der Künstler Jonathan Meese warnt seit Jahren vor Einschränkungen der Kunstfreiheit, jetzt findet er die Situation "wirklich gefährlich". Hier spricht er über "Kriegsgeschrei", Bayreuth und die Lehren aus einem Sturz seiner Mutter
Die Malerin Paula Rego kämpfte mit ihren Bildern gegen Diktatur, Frauenfeindlichkeit und Tod an. Aber sie zelebrierte auch die Liebe, wie eine eindringliche Schau in Essen zeigt
Die Kunsthistorikerin Mical Rosenblat hat sich mit dem Berliner Restaurant Loumi einen Michelin-Stern erkocht. Hier spricht sie über Ästhetik von Speisen, besondere Lampen und den Nervfaktor des Kulturbetriebs
Mounira Al Solh erzählt von den Verheerungen des Krieges, aber auch von Solidarität und Menschlichkeit. In Maastricht schenkt sie zwei mythischen Figuren eine neue Wendung ihrer uralten Geschichten. Und zeigt Europa als Migrantin
Pulitzer-Preisträger Percival Everett zählt zu den originellsten Stimmen der US-Gegenwartsliteratur. Doch der 68-Jährige ist auch Künstler. Ein Gespräch über Malen und Schreiben, Liebe zur Abstraktion – und den Rassismus in seiner Heimat
Parastou Forouhar, diesjährige Trägerin des Gabriele Münter Preises, kommt nach Düsseldorf – im Interview spricht die gebürtige Iranerin über ihr Leben im Exil, ihre Klage gegen Kanzler Merz und die Kraft der Kunst in Zeiten der Krise
Was heißt es, heute jung zu sein? Diese komplexe Frage stellt eine Gruppenausstellung im MMK Tower in Frankfurt am Main. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler antworten mit präzisen Werken über Macht und Bildmacht
Die belgische Künstlerin Berlinde De Bruyckere bewegt sich mit ihren drastischen Arbeiten zwischen Spiritualität und Anatomie. Nun ist eine ergreifende Einzelschau im Bozar in Brüssel zu sehen
Trump ist seit fast einem halben Jahr im Amt. Zölle, Unsicherheit und ein schwacher Markt bringen New Yorks Kunstszene ins Wanken. Die US-Vormacht als globales Kunstzentrum steht infrage
Die 2020 verstorbene US-Malerin Susan Rothenberg wurde vor allem für ihre eigenwillige Darstellung von Tieren bekannt. Nun ist das aufregende Werk der Neoexpressionistin in der Kunsthalle Krems zu entdecken
Wie lässt sich ein Leben jenseits ökonomischer Logik denken? Jenny Odell zeigt, wie Kunst und Natur uns lehren, anders zu sehen, zu hören – und einfach zu sein. Ein Gespräch über Aufzugfahren, Vogelbeobachtung und widerspenstige Bäume
In Ljubljana träumt die Kuratorin der 36. Grafikbiennale von einer Puppen-Avantgarde. Die ist vielleicht noch nicht angebrochen, doch die Ausstellung zeigt spannendes Nachdenken über die Zukunft