10 originelle Entlarvungen des Street-Art-Phantoms

Banksy ist ...

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Endlich: Banksy wurde in Melbournes Straßen auf frischer Tat ertappt. Oder doch nicht? Die zehn originellsten Entlarvungen des Street-Art-Phantoms

1. Im Oktober 2010 erschien die Doku "Exit Through the Gift Shop", ein Film über den französischen Street-Art-Künstler Thierry Guetta, mit und von dem unkenntlich gemachten Banksy.  Die amerikanische Website "Creative Loafing" und andere Medien äußerten daraufhin die Vermutung, Thierry Guetta alias Mr. Brainwash selbst sei mit mit dem eigentlich britischstämmig geglaubten Banksy identisch.

2. Nach zahlreichen Falschmeldungen verbreitete sich im Februar 2013 die Nachricht, die Londoner Polizei hätte Banksy als einen 39-jährigen Mann namens Paul William Horner aus Bristol entlarvt. Das stellte sich kurz darauf als frei erfunden heraus.

3. Im Oktober 2013 veröffentlichte ein Twitter-User Fotos, auf denen Männer in Overalls vor einer New Yorker Lagerhalle mit Banksys Installationen "Sirens Of The Lambs" und "Waterfall Truck" zu sehen sind. Aufgrund des britischen Akzents war der Mann offenbar davon überzeugt, in einem der fünf Männer den Street-Artist erkannt zu haben, und postete stolz: "Ich habe Banksy gefunden!"

4. Banksy sei gefasst und in einer Kleinstadt in der Nähe von London verhaftet worden, behauptete die amerikanische Satireseite "National Report" im Oktober 2014.  Laut der britischen Polizei stecke ein 35-jähriger Mann namens Paul Horner, der in Liverpool geboren sei, hiner dem meistgesuchten Künstler. Moment, den kennen wir ja schon!

5. Dass hinter dem Pseudonym Banksy eine Frau stehen könnte, da sich die Kunst von der restlichen männlichen dominierten Street-Art unterscheide, erwog Ende 2014 die amerikanische Plattform CityLab und erntete für den doch sehr sexistischen Artikel harsche Kritik.

6. Anfang 2015 wurde vermutet, dass Banksys richtiger Name Robin Banks sei. In Cumbria im Nordwesten von England soll sich Banksy im Januar 2015 aufgehalten haben. Gerüchten zufolge habe er sich Graffiti an den Wänden eines Restaurants angeschaut und einem 14-Jährigen eine signierte Zeichnung geschenkt, die – falls ein Original – 20.000 Britische Pfund wert sei. Beide Male habe er sich als Robin Banks vorgestellt. Banksys vermeintlicher Pressesprecher Jo Brooks dementierte die Gerüchte.

7. Von einer endgültigen Entlarvung des Street-Art-Künstlers wurde im September 2015 berichtet: Banksy arbeite als Parkwächter vor dem "Dismaland", seine Parodie auf Disney-Vergnügungsparks. Einer belgischen Fotografin fiel die Ähnlichkeit mit dem 2004 auf Jamaika mit Spraydosen fotografierten Mann auf, der damals und noch heute für den britischen Street-Artist gehalten wird.

8. Anfang März 2016 wollen Wissenschaftler der Londoner Queen Mary Universität die Identität des Künstlers gelüftet haben. Mithilfe von "geographic profiling", einer mathematischen Methode, die in der Kriminolgie etwa zur Aufspürung von Verbrechern angewandt wird, wurde herausgefunden, dass es sich bei Banksy um den Künstler Robin Gunningham aus Bristol handeln könnte. Die Boulevardzeitung "Mail on Sunday" berichtete bereits 2008 von Gunningham, einem aus einer Middleclass-Familie stammenden Künstler und Absolventen einer Privatschule, der offenbar viele Parallelen zu dem britischen Street-Art-Künstler aufweise.

9. Dass es sich bei Banksy in Wirklichkeit um ein Künstler-Kollektiv handelt, wurde in den vergangenen Jahren schon häufig thematisiert. Im September 2016 schien sich der Verdacht zu erhärten. Hinter Banksy will der schottische Journalist Craig Williams die Band "Massive Attack", insbesondere Bandmitglied Robert Del Naja als Leader des Street-Art-Kollektivs Banksy erkannt haben. Del Naja bedauerte allerdings daraufhin vor 27.000 Fans, dass an dem Gerücht leider nichts dran sei.

10. Anfang Oktober 2016 tauchte auf YouTube ein Handy-Video auf, mit dem Banksy auf Melbournes Straßen auf frischer Tat ertappt worden sein soll. Leider wirkt dieses alles andere als zufällig aufgenommen und ist daher eher unglaubwürdig.

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