Ausstellung in Berlin

Nationalgalerie zeigt iranische Kunstsammlung

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Die Nationalgalerie zeigt von Dezember 2016 bis Februar 2017 eine Sammlung aus der Zeit von Schah Reza Pahlavi sowie zeitgenössische Werke

Einen entsprechenden Vertrag unterschrieben der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, und der Direktor des Teheraner Museums für Zeitgenössische Kunst (TMoCA), Majid Mollanoroozi, vor wenigen Tagen in Berlin und Teheran, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz am Donnerstag mitteilte. Die TMoCA-Sammlung wird damit erstmals international zu sehen sein.

Die Sammlung gilt nach Angaben der Stiftung als eine der größten und wertvollsten Kollektionen westlicher Kunst - vom Impressionismus und Kubismus bis zu Pop Art und Minimal Art. Seit der islamischen Revolution und dem Sturz des Schah-Regimes 1979 wurde sie im Iran nur noch ausschnittsweise gezeigt.

Im Depot des Museums lagern laut Stiftung Schlüsselwerke etwa von Claude Monet, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Pablo Picasso, Francis Bacon, Jasper Johns und Andy Warhol. Mit Jackson Pollocks "Mural on Indian Red Ground" von 1950 verfüge der Iran über ein Hauptwerk des amerikanischen Künstlers.

Parzinger bezeichnete den Vetragsabschluss als historischen Erfolg: "Erstmals wird eine Sammlung vorgestellt, die in ihrer Zusammensetzung und in ihrer Geschichte einzigartig ist." Die Vereinbarung war während des Iran-Besuchs von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im vergangenen Herbst zustande gekommen.

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