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Drei Jahre nach Umbau

LWL-Museum für Kunst in Münster gut besucht

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Vor drei Jahren eröffnete das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster mit einem spektakulären Neubau. Drei Jahre danach haben sich die Besucherzahlen positiv entwickelt - und das liegt nicht nur an den Skulptur Projekten 2017

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur am Münsteraner Dom zieht drei Jahre nach dem Umbau viele Besucher an. "Wir haben nicht gedacht, dass es so gut nach der Wiedereröffnung läuft", sagte LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger. Im ersten Jahr kamen 247.000 Besucher, 2016 waren es 158.000. "Unser Wunsch war es, über 100.000 Besucher zu kommen", erklärte die Dezernentin. Vor der Wiedereröffnung hatte das Museum im Schnitt rund 50.000 Besucher im Jahr.

2017 kamen bislang 102.000 Gäste - die Besucher der Skulptur Projekte sind da noch nicht mitgezählt. "Das Museum profitiert natürlich von den Skulptur Projekten", sagte Rüschoff-Parzinger. LWL steht für den Landschaftsverband Westfalen Lippe.

Das Museum wurde im September 2014 nach fünf Jahren Bauzeit mit einem rund 50 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau wiedereröffnet. Es zeigt neben Exponaten zur westfälischen Landesgeschichte Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Sammlung umfasst rund 300.000 Werke - etwa 1000 davon werden gezeigt.

Seit der Eröffnung gab es große Sonderausstellungen zum Beispiel zu Henry Moore oder zur Malerei in London zwischen 1950 bis 1980 mit Werken von Bacon, Freud und Hockney. Es ging aber auch um gesellschaftspolitische Themen: So widmete sich eine Schau dem Thema Homosexualität. "Unser Anspruch ist, als Museum ein Diskussionsort zu sein", sagte Rüschoff-Parzinger. Der Betrieb des Museums kostet die öffentliche Hand 6,3 Millionen Euro pro Jahr - hinzu kommt noch die Miete für das Gebäude.

Im kommenden Jahr gibt es parallel zum Kirchentag im LWL-Museum für Kunst und Kultur eine große Ausstellung zum Thema "Wege zum Frieden". Der Besuch des Museums ist am zweiten Freitag im Monat kostenlos.

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