"Betrug!"

US-Komiker drischt auf Kunstmarkt ein

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Ein polemisches Video des US-Komikers Adam Conover, in dem er Galeristen und Auktionshäuser angreift und damit die vermeintlichen Mechanismen des Kunstmarkts aufdecken will, hat im Internet ein Millionenpublikum gefunden

Es ist Teil der Edutainment-Serie "Adam Ruins Everything", die auf dem Sender truTV läuft und auf der Youtube-Seite der Comedywebsite CollegeHumor zu sehen ist. Dort hat das am Mittwoch eingestellte fünfminütige Video bereits 1,3 Millionen Klicks erhalten.

Conover behauptet in dem wie ein Lehrfilm aufgemachten Video, dass Galeristen Preise für Kunst willkürlich festlegen, Auktionshäuser Strohmänner mitbieten lassen, um Preise in die Höhe zu treiben, dass der Kunstmarkt für Geldwäsche und Steuervermeidung benutzt wird und weitere häufig vorgebrachte und teilweise auch erwiesene Vorwürfe- Zu allen Behauptungen blendet Conover seine Quellen ein. Er kommt zum Schluss, dass der Kunstmarkt eine Branche ist, in der sich Wohlhabende das Geld einander zuschieben, in der nicht die objektiv gute Kunst erfolgreich ist, sondern Willkür regiert. Das Fazit lautet: "Der Kunstmarkt ist Betrug."

Der US-Website "Artnet News" hat sich die Mühe gemacht, Adam Conovers Aussagen zu überprüfen.

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