Nach offenem Brief

AfD wehrt sich gegen Initiative von Kulturschaffenden

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Die AfD wehrt sich gegen eine parteiübergreifende Initiative, die einen AfD-Abgeordneten als Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien verhindern will

"Gerade unsere junge Partei hat sich die Bewahrung und Förderung von Tradition, Kunst und Kultur zu einer zentralen Aufgabe gemacht", erklärte der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Siegbert Droese. "Die Entwicklung unserer Kultur als Summe nationaler und europäischer Werte kann sowohl die kulturelle Selbstdefinition ermöglichen als auch Menschen anderer Kulturen Halt, Ziel und Sinn geben", fügte er hinzu. Das Thema "Kultur und Identität" sei für die AfD wichtig.

Kulturschaffende und Politiker hatten nach der Bundestagswahl davor gewarnt, der AfD den Vorsitz im Kulturausschuss zu übertragen. Es dürfe nicht passieren, dass eine "rechtsradikale Partei" an einer der sensibelsten Stellen des parlamentarischen Systems ihr "nationalistisches Gift" injiziere, heißt es in einem Offenen Brief an den Ältestenrat des Bundestags. Zu den Unterzeichnern gehören die Schauspielerin Iris Berben und die Präsidenten von Bühnenverein, Goethe-Institut und Preußenstiftung, Ulrich Khuon, Klaus-Dieter Lehmann und Hermann Parzinger. Von den Parteien sind Diether Dehm (Linke), Bernd Fabritius (CSU), Elisabeth Motschmann (CDU), Michelle Müntefering (SPD) und Claudia Roth (Grüne) vertreten.

Die AfD war bei der Bundestagswahl am 24. September mit 12,6 Prozent der Stimmen drittstärkste Fraktion geworden. Die Ausschüsse werden entsprechend den Kräfteverhältnissen mit Abgeordneten der verschiedenen Parteien besetzt.

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