Roadmovie

Oscar-Nominierung für Künstler JR und Regisseurin Agnès Varda

Für ihr dokumentarisches Roadmovie "Faces, Places" wurden Künstler JR und Regisseurin Agnès Varda für einen Oscar nominiert

Der Film feierte 2017 bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere wurde dort bereits mit dem Dokumentarpreis ausgezeichnet. Er zeigt den 34-jährigen JR und die 89-jährige Varda auf ihrer gemeinsamen Reise durch französische Dörfer. Dort porträtieren der französische Streetart-Künstler und die belgische Filmemacherin die Einwohner – eine tierliebende Ziegen-Bäuerin oder die letzte Bewohnerin einer Abbruchsiedlung, die sich weigert, auszuziehen. "Faces, Places" ist in der Kategorie "Beste Doku" für einen Oscar nominiert.

Der französische Fotograf und Streetart-Künstler JR wurde durch seine eindrücklichem Fotografien von Einwohnern aus Banlieues bekannt, die er als großformatige Poster an Hochhäusern und Brücken in Paris und Cartagena anbringen ließ. Varda gilt als Pionierin des französischen Autorenkinos. Mit ihrem Dokumentarfilm von 1955 "La Pointe Courte" (deutsch: "Die kurze Spitze") über eine Ehekrise wurde sie zur Schlüsselfigur der Nouvelle Vague.

Die 90. Verleihung der Oscars findet 2018 voraussichtlich am 4. März statt und nicht wie üblich im Februar. Der spätere Termin wurde wegen der gleichzeitig stattfindenden Olympischen Winterspiele gewählt. Neben "Faces, Places" (Originaltitel "Visages, villages") sind in diesem Jahr mit "Loving Vincent" und "The Square" noch weitere Filme mit Kunstbezug für Oscars nominiert.