New York

Basquiat-Porträt von Warhol wird versteigert

Ein Porträt, das US-Künstler Andy Warhol einst von seinem Kollegen Jean-Michel Basquiat anfertigte, könnte bei einer Auktion in New York mehr als 20 Millionen Dollar (etwa 17 Millionen Euro) bringen

Das 1982 entstandene Porträt solle am 11. November versteigert werden, teilte das Auktionshaus Christie's am Montag mit. Das Siebdruck-Werk aus oxidierten Metallpigment und Acryl stamme aus dem Besitz des US-Milliardärs Peter Brant. Der Sammler kaufte es vor etwa 20 Jahren von der Familie Mugrabi. Zuletzt war es 2018 in der Ausstellung "Andy Warhol: From A to B and Back Again" im New Yorker Whitney Museum zu sehen.

Warhol (1928-1987) und Basquiat (1960-1988) prägten in den 80er-Jahren die New Yorker Kunstszene und waren auch befreundet. "Von Brooklyn bis China symbolisiert Basquiat eine neue Generation, und Warhol hat dies früher als jeder andere erkannt", schreibt Alex Rotter von Christie's in einer Erklärung. "Seine unvergleichliche Fähigkeit, Berühmtheit, Ruhm, Ehre und Tragödie einzufangen, gipfelt in diesem Porträt. Es ist eines der aufregendsten Gemälde, die in diesem Jahr auf den Auktionsmarkt kommen."

Christie's will zudem ein Werk des spanischen Malers Pablo Picasso (1881-1973) versteigern. Das 1968 angefertigte "Mousquetaire à la pipe II" könne um die 30 Millionen Dollar einbringen, hieß es am Dienstag vom Auktionshaus. Außerdem ist ein Werk des französischen Impressionisten Claude Monet (1840-1926) im Angebot. Das 1875 entstandene "Au jardin, la famille de l’artiste" könne zwischen 12 und 18 Millionen Dollar einbringen. Das Werk sei zuletzt 1984 versteigert worden und seitdem in einer Privatsammlung.

Konkurrent Sotheby's hat unter anderem ein Mobile des US-Künstlers Alexander Calder (1898-1976) im Angebot, das bis zu 15 Millionen Dollar bringen könnte, und ein Werk des japanischen Künstlers Yoshitomo Nara, das auf rund 12 Millionen Dollar geschätzt wird.