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5 Kunstdokus für den März

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Neu entdeckte Künstlerinnen am Bauhaus, die Welt der Paparazzi und der Glanz der Villa Médici, dazu Bilder aus Karl Lagerfelds Leben. Das sind die Kunstdokus im März

Abbildung: Still aus "Bauhausfrauen", ARDAbbildung: Still aus "Bauhausfrauen", ARD


Bauhausfrauen
Fast 500 Frauen studierten am Bauhaus, doch ihre Biografien sind im Vergleich zu den männlichen Absolventen kaum bekannt. Die Schule versprach 1919 absolute Gleichberechtigung - wie konnte es passieren, dass trotzdem die Männer rund um Walter Gropius berühmt wurden, obwohl viele Frauen das Design jener Zeit entscheidend geprägt haben? Diese Doku ändert den Blick und schreibt die Geschichte neu - aus einer entschieden weiblichen Sicht.

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Abbildung: Deutsche WelleAbbildung: Deutsche Welle


Designer, Künstler, Exzentriker: Karl Lagerfeld
Der am 19. Februar gestorbene Designer war ein Phänomen. Schnoddrig und elegant vermied er es, die Erwartungen zu erfüllen, und verhalf damit Firmen wie Chanel zu Milliardengewinnen. Wie gelang es dem Hamburger aus gutem Hause zum unangreifbaren Modeapostel werden? Für diese Doku gab Lagerfeld ein ausführliches Interview und lässt gerade in seiner Exzentrik und seinem Eigensinn tief blicken: auf einen Menschen, der für die Mode lebte. 

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Abbildung: ARDAbbildung: ARD


Shooting Stars
Der Beruf des Paparazzo erfordert Geschwindigkeit: Kaum ist er da, um den flüchtigen Moment einzugfangen, ist er schon wieder weg. Dieser Film macht die Promi-Fotografen in langen, ruhigen Einstellungen selbst zu Beobachteten: An der Croisette tummeln sich zum Festival de Cannes jedes Jahr die Stars. Die Arbeit der Paparazzi besteht hauptsächlich aus langem Warten und schließlich dem einen, entscheidenden Klick. Eine Welt völlig ohne Glanz und Glamour, dafür aber voller süffisanter Kommentare. Laura Reichwalds Abschlussfilm an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg ist eine Milieustudie über die existenzielle Leere des Showbusiness. 

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Abbildung: Arte+7Abbildung: Arte+7


Die Villa Medici: 350 Jahre Académie de France in Rom
Der prächtige Bau auf dem Pincio, einem Hügel im Norden Roms, ist der Inbegriff der Künstlerresidenz: die Villa Médici. Von Ludwig XIV. Im Jahr 1666 gegründet, strahlt ihr Ruf bis heute weit über die italienische Hauptstadt hinaus. Zahllose Künstlerinnen und Künstler ließen sich hier inspirieren, überwanden Schaffenskrisen und fanden ihren ganz persönlichen Ausdruck. Der Film erzählt die Geschichte dieses ehrwürdigen Ortes in den Blick und sagt damit viel über die momentan angespannten kulturpolitischen Beziehungen zwischen Frankreich und Italien. Dass jedenfalls Kunst immer Orte ihrer Verwirklichung braucht, ist am Beispiel der Villa Medici zu sehen. 

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Abbildung: 3satAbbildung: 3sat


Andy Warhol - Name, Marke, Visionär
Kunst ist Alltag, Alltag ist Kunst. Wohl kein anderer bildender Künstler hat diese Devise so sehr verkörpert wie Andy Warhol. Doch so prominent ausgestellt wurde er schon lange nicht mehr: Das Whitney-Museum in New York widmet ihm gerade die erste Einzelausstellung seit 1989. Kunstkritiker und Kuratoren beschreiben in dieser Dokumentation, warum Warhol in jeglicher Hinsicht Maßstäbe gesetzt hat und weshalb seine Kunst so viel popkulturelle Relevanz besitzt. Man denke zum Beispiel nur an den Selfie, den Warhol schon vor Jahrzehnten zum ikonischen Ausdruck der Selbstvermarktung erhob. 

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