Bedeutenden Schenkung

36 Meisterwerke für das Nolde Museum in Seebüll

Emil Nolde "Segelboote am Ruttebüller", 1909
Foto: Courtesy Nolde Stiftung Seebüll

Emil Nolde "Segelboote am Ruttebüller", 1909

Der Kunstsammler Hermann Gerlinger hat dem Nolde Museum in Seebüll (Schleswig-Holstein) alle in seiner Sammlung "Die Maler der Brücke" vorhandenen Werke von Emil Nolde (1867-1956) vermacht

Zu den 36 Werken gehört eines der frühen Hauptwerke Noldes, das Ölgemälde "Philister" (1915), sowie ein Aquarell-Selbstporträt von Karl Schmidt-Rottluff und Briefe Noldes an Schmidt-Rottluff, wie das Nolde-Museum am Mittwoch mitteilte. "Es ist die bedeutendste Schenkung, die der Nolde Stiftung Seebüll in ihrer 66-jährigen Geschichte zuteilwurde", sagte der Vorsitzende des Kuratoriums der Nolde Stiftung Seebüll, Hans-Joachim Throl.

"Ich übergebe die Nolde-Werke dem Museum in Seebüll ausdrücklich als Zeichen meiner großen Dankbarkeit für das Vertrauen, das der Nolde-Freund Karl Schmidt-Rottluff in mich gesetzt hat. Ich bin überzeugt, er wäre mit meiner Entscheidung sehr einverstanden", sagte Gerlinger. Der Sammler ist ein Experte für Deutschlands wichtigste Künstlergruppe und ein Vertrauter von Schmidt-Rottluff (1884-1976).

Zu den Nolde-Werken zählen drei große Gemälde, darunter auch "Boot im Schilf" (1909), zwei Aquarelle, sieben Bergpostkarten und 23 Grafiken.