Falckenberg-Sammlung

Alles auf Anfang?

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Die Qualitäten der Hamburger Sammlung Falckenberg muss man nicht mehr diskutieren. Die Frage ist nur: Was wird in Zukunft aus all den Kippenbergers, Meeses und McCarthys, die seit 2001 in den Hallen der ehemaligen Harburger Gummiwarenfabrik Phoenix-Werke ihren Showroom haben?

Nach viereinhalbjährigen Verhandlungen glaubte Sammler Harald Falckenberg, eine Lösung gefunden zu haben. Entsprechend einer Vereinbarung, die er noch mit der im August aus dem Amt geschiedenen Kultursenatorin Karin von Welck ausgehandelt hatte, soll die Sammlung – ähnlich wie die Sammlung Gundlach – als Dauerleihgabe den Deichtorhallen zur Verfügung stehen, die die Räume in den Phoenix-Hallen dann als eine Art Außenstelle bespielen würde. Die Stadt stockt dafür den Betriebshaushalt der Deichtorhallen um 500 000 Euro plus eine Kuratorenstelle à 70 000 Euro auf – soweit der Vertrag, der im November dem Kulturausschuss vorgelegt und im März 2011 von der Bürgerschaft verabschiedet werden sollte.

Dann allerdings scheiterte die Hamburger Koalition – und alles ist wieder offen. „Die Bürgerschaft wird jetzt erst im Herbst 2011 entscheiden können – unter neuer Regierung, die eventuell andere Prioritäten hat“, erklärt Harald Falckenberg im Monopol-Interview. „Persönlich belastet mich das allerdings nicht weiter.“ Beim Scheitern des Projekts bliebe ihm immer noch die Option eines Privatmuseums – „auch wenn ich das längst nicht so spannend fände wie die Zusammenarbeit mit der Ausstellungshalle“, so Falckenberg.

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