Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft

Ars-Viva-Kunstpreis 2022 ist verliehen

Die Preisträgerinnen und Preisträger des "ars viva 2022": Tamina Amadyar, Lewis Hammond und Mooni Perry
Fotos: Die Preisträger des "ars viva 2022" Tamina Amadyar, Lewis Hammond und Mooni Perry Ewelina Bialoszewska; Rachel Israela; Musquiqui Chihying

Die Preisträgerinnen und der Preisträger des "Ars Viva 2022": Tamina Amadyar, Lewis Hammond und Mooni Perry

Der Ars-Viva-Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft geht diesmal an Tamina Amadyar, Lewis Hammond und Mooni Perry

Die 1989 in Kabul geborene Tamina Amadyar studierte Malerei unter anderem an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tal R. Sie ist bekannt für abstrakte Malerei: Fläche auf Fläche auf Fläche, in wenigen Farben. Sie arbeitet nur mit Pigmenten und der Grundierung Glutin, auch Hasenleim genannt, wodurch ein Spektrum zwischen Transparenz und Verdichtung entsteht. Außerdem ein feinkörniges, mattes Glitzern. Manchmal ballt sich die Farbe wolkig, dann ist sie durchscheinend. Doch nie franst sie aus, das Verhältnis zwischen bemalter und unbemalter Fläche bleibt immer definiert.

Lewis Hammond kommt aus Großbritannien und lebt in Berlin und eröffnet in seinen Gemälden Orte dystopischer Grenzerfahrung. Durch gedeckte, erdige Farbtöne, alltägliche Szenen und teils persönliche Erlebnisse, werden Personen aus seinem Umfeld sowie innere Bilder vergangener Begegnungen im barocken Stil inszeniert. Anhand historischer Maltechniken entstehen an der Grenze zwischen Surrealismus und Realismus zeitgenössische Kunstwerke mit komplexen Bilderwelten und Formen antiker Symbole. 

Mooni Perry kommt aus Südkorea und hat unter anderem Malerei in London studiert. Ihre Werke sind durchzogen von "Human-Animal-Studies", "Veganism" und "(Asian-)Feminism". Sie findet ihren künstlerischen Ausdruck in filmbasierten Arbeiten und Installationen und bezieht sie immer wieder zu koreanischer Poesie und Theorie. Ihre Videos zeigen immer wieder vokale und instrumentelle Darbietungen, Interviewsequenzen und dokumentarisches Material. Mit Hilfe von 3D- Animationen werden mehrdeutige Figurendarstellungen zu vielschichtigen Videoarbeiten zusammengesetzt. 

Der Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft für bildende Kunst vergibt die Auszeichnung seit 1953 an herausragende in Deutschland lebende junge Künstlerinnen und Künstler. Dabei stehen stets die eigenständige Formensprache und das Bewusstsein für gegenwärtige Fragestellungen im Vordergrund. Der Preisträger und die Preisträgerinnen erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro und wurden aus über 55 vorgeschlagenen Künstler und Künstlerinnen unter 35 Jahren gekürt. Die Arbeiten des neuen Preisträger und der Preisträgerinnen werden ab dem 15. September 2021 im Brücke Museum in Berlin und nim Kai Art Center im estnischen Tallinn ausgestellt.