"Love is in the Bin"

Banksys Schredder-Werk kommt dauerhaft nach Stuttgart

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Das Banksy-Werk "Love is in the Bin", das im Oktober durch eine vielbeachtete Schredderaktion im Londoner Auktionshaus Sotheby's entstand, wird ab März dauerhaft in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen sein

Die Staatsgalerie wird das Werk an wechselnden Orten in der Sammlung präsentieren, "um dessen kunsthistorische Bedeutung zu überprüfen", wie es aus dem Haus heißt. "Gelingt Banksy die museale Kanonisierung?"

"Love is in the Bin" ist aus dem bekannten Banksy-Werk "Girl with Balloon" entstanden. Am 5. Oktober 2018 wurde "Girl with Balloon" bei einer Sotheby's-Auktion für über eine Million Pfund versteigert. Danach wurde das berühmte Motiv durch einen im Rahmen versteckten Schredder vor den Augen des entsetzten Auktionspublikums zerstört. Eine Woche später erklärte der anonyme Street-Art-Künstler das eigentlich zerstörte Bild zu einem neuen Kunstwerk und betitelte es "Love is in the Bin". Die europäische Sammlerin, die für "Girl with Balloon" über eine Million Pfund geboten hatte, habe für diesen Preis also ein neues Werk erworben – worüber sie laut Sotheby's glücklich ist. 

Die Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart, Christiane Lange, freut sich über die Dauerleihgabe: "Wir schätzen die noble Geste der Sammlerin, das Werk in eine öffentliche Sammlung zu geben. Da wir jeden Mittwoch freien Eintritt haben, ermöglichen wir den Zugang für alle, die Banksy in unserem Museum entdecken möchten. Wir sehen uns in der Pflicht, aktuelle Fragestellungen im Kontext musealer Präsentationen zu diskutieren, so wie es in der aktuellen Ausstellung zu Marcel Duchamp geschieht."

Lange hatte die Sammlerin, die das Bild erworben hatte, nach Angaben des Museums kennengelernt und für die Leihgabe gewonnen. "Da wir jeden Mittwoch freien Eintritt haben, ermöglichen wir den Zugang für alle, die Banksy in unserem Museum entdecken möchten", sagte sie zur Aufnahme in die Sammlung.

Vom 5. Februar bis zum 3. März wird "Love is in the Bin" im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen sein, die Präsentation dort wird von einem Symposium begleitet. 

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