Wanderbiennale

Manifesta könnte 2028 in der Ukraine stattfinden

Im Kiewer Nationalmuseum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges werden vom russischen Militär zurückgelassene Gegenstände ausgestellt
Foto: dpa

Im Kiewer Nationalmuseum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges werden vom russischen Militär zurückgelassene Gegenstände ausgestellt

Hedwig Fijen, Gründerin der Manifesta, hat vorgeschlagen, die Wanderbiennale 2028 in der Ukraine zu veranstalten

Damit solle die Ausstellung zum "Wiederaufbau und zur Stärkung des kulturellen Ökosystems und der Infrastruktur" in dem Land beitragen, sagte die 61-Jährige im Interview mit "Artnet News". Diese Idee sei der Kulturmanagerin kurz nach der russischen Invasion gekommen und "sowohl von ukrainischer als auch von europäischer Seite mit großer Begeisterung aufgenommen worden".

Die Gründerin hat allerdings nur bedingt Mitspracherecht, an welchem Standort die Manifesta stattfindet. Städte müssen sich bewerben, erst nach einer Vorauswahl wählen Fijen und der Vorstand der Manifesta-Stiftung dann die Gastgeber-Stadt. Kiew hat sich bereits zwei Mal beworben, zuletzt für die zurzeit in Pristina stattfindende 14. Ausgabe. Die Stiftung entschied sich 2018 aufgrund des anhaltenden Krieges im Donbass nach der Annexion der Krim durch Russland gegen die ukrainische Stadt.

Die Manifesta findet 2024 in Barcelona statt, 2026 im Ruhrgebiet.