Pop-Art-Ikone

Museum Folkwang zeigt 2020 große Keith-Haring-Retrospektive

Keith Haring 1984 im Stedelijk Museum in Amsterdam
Foto: Nationaal Archief, CC BY 4.0

 

Keith Haring 1984 im Stedelijk Museum in Amsterdam

 

 

Der Pop-Art-Pionier Keith Haring bekommt eine Retrospektive im Museum Folkwang. Dabei wird nicht nur die Bedeutung seines künstlerischen Schaffens, sondern auch seine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen in den Fokus gerückt

Ab Mai 2020 ist in Essen eine umfassende Werkschau mit frühen Zeichnungen, Experimenten mit Video und Performance sowie mit großformatigen Gemälden auf Papier, Leindwand und Vinyl des US-amerikanischen Künstlers Keith Haring (1958-1990) zu sehen. Harings prägende Bedeutung für die moderne Kunstgeschichte ist trotz seiner kurzen Lebensdauer nicht zu leugnen - Motive wie das "Radiant Baby" und der "Barking Dog" sind nach wie vor weltbekannt.

Doch in dieser Ausstellung soll es nicht nur darum gehen, die Pop-Art-Legende nach fast 30 Jahren wieder auferstehen zu lassen. Sein Werk solle vor allem vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Veränderungen und der globalen Vernetzung betrachtet werden, teilt eine Sprecherin des Museums mit.

Damit habe sich auch der Künstler schon früh auseinandergesetzt. Selten oder noch nie gezeigtes Archivmaterial, Flugblätter, Manuskripte sowie Film- und Fotoaufnahmen zeugen von Harings Engagement in verschiedenen sozialen Bereichen sowie von seiner Beschäftigung mit gesellschaftlichen Konflikten und Umbrüchen, mit der Umwelt, mit Kapitalismus und Kommerzialisierung.