Meister der skurrilen Äußerungen

20 Zitate von Georg Baselitz

Foto: dpa
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Der deutsche Künstler Georg Baselitz 19. Januar in seiner Ausstellung in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel

Mit Aussagen wie "Frauen können nicht so gut malen" sorgte er über die Kunstwelt hinaus für Kontroversen: Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz ist nie um einen markigen Spruch und eine abseitige Meinung verlegen. Eine Zitaten-Sammlung

"Documenta und so. Wissen Sie, wie ich das nenne? Paralympics."

"Ich bin Künstler. Ich gebe keine Kommentare zur Geschichte, ich bin ein Teil der Geschichte."

"Vor acht Jahren begriff ich in einer Ausstellung meiner Bilder plötzlich, daß ich ein schwieriger Maler bin."

"Ich gehe nicht gern ins Kino. Der letzte Film, den ich gesehen habe hieß 'Apocalypse Now', nach Joseph Conrads 'Herz der Finsternis', was ich damals nicht begriffen hatte. Diesen Film fand ich schrecklich. Was da alles benutzt wird, um Spannung zu erzeugen - widerlich! Wie Musik eingesetzt wird - unerträglich! [...] Danach bin ich nie mehr ins Kino gegangen."

"Als Sachse sieht man immer Gespenster."

"Ich hatte ja große Ausstellungen in letzter Zeit im Ausland. Aber kaum ein Wörtchen zum Beispiel von der 'FAZ'. Und das nur, weil ich vorher gesagt hatte, in der 'FAZ' leiden die verantwortlichen Redakteure an pandemischer Verblödung."

"Die Merkel muss weg. Der Westerwelle erst recht."

"Gerhard Richter zahlt sicherlich viel mehr Steuern als ich. Trotz der ganzen Steuern ist dann angeblich kein Geld da in diesem Land für die Kunst. Da fragt sich natürlich ein Künstler: 'Ja, was macht ihr denn mit meinen hundert Millionen, die ich jedes Jahr zahle? Wo sind die geblieben?' Und er bekommt nicht einmal eine Antwort."

"Wer nicht säuft und nicht verrückt ist, wer nicht auffällt mit seinem Sozialprogramm, der kommt in der Kunst nicht vor."

"Ich finde, zu unserer Zeit gehört unsere Musik, unsere Kunst. Wenn die nicht vorkommt, dann muss das Publikum blöd sein."

"Mich stört das Anspruchsdenken, das hier überall herrscht. Dieses 'Geb mir Arbeit', dieses 'Geb mir Geld'. Ich habe noch gelernt: Wenn du von irgendjemandem irgendwas willst, dann musst du ihm entweder eins über die Rübe hauen oder du musst dafür kämpfen."

"Alle deutschen Maler haben eine Neurose mit der deutschen Vergangenheit. Also Krieg, Nachkrieg vor allen Dingen, DDR. Das alles hat mich beschäftigt in einer starken Depression und mit einem starken Druck. Meine Bilder sind, wenn Sie so wollen, Schlachten."

"Günter Grass finde ich wirklich furchtbar."

"Das Unangenehmste, was ich von Jeff Koons gesehen habe, sind diese Fickbilder mit Cicciolina. Schon die Tatsache, diese Bilder zu machen und gleichzeitig von Liebe zu reden und ein Kind zu zeugen. Ich finde das entsetzlich."

"Manche haben keine Biografie, die haben Glück."

"Das Schlimmste war, als ich noch Professor sein wollte. Dass man da mit den Kollegen umgehen musste und mit Studenten und sich diesen Akademie-Schwachsinn anhören musste."

"Das hatte damit zu tun, dass damals die Mauer fiel und das ganze System zusammenbrach. Wann war das – 1998?"

"Wissen Sie, in der Kunst gibt es heute diesen Hang, sich möglichst weit zu öffnen – indem man sich nicht mit anderen Welten vergleicht, sondern sich darin einverleibt. Andere Kulturen, Altersgruppen, Geschlechter – dieses große 'Wir sind doch alle Menschen'. Das ist mir äußerst suspekt. Ich beharre darauf: Bleib Weiß und bleib Schwarz, bleib Frau und bleib Mann, bleib deutsch und bleib Russe!"

"Was ich als Künstler mache, steht in keiner Korrespondenz zu dem, was andere tun."

"Ich kann nicht genießen, weil ich mich langweile, wenn ich nicht arbeite."