Galerieplattform_DE

Das Onlineportal der Art Cologne sucht seine Form

Aktuell läuft in Köln die Art Cologne. Zuvor waren Pre-Sales gingen Pre-Sales auf der Internetplattform der Messe über die Bühne
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Aktuell läuft in Köln die Art Cologne. Zuvor waren Pre-Sales gingen Pre-Sales auf der Internetplattform der Messe über die Bühne

Geheimtipp oder Rohrkrepierer? Bei der Galerieplattform_DE, dem Online-Portal der Art Cologne, ist auf alle Fälle Luft nach oben

Mit heißer Nadel zu Lockdownzeiten gestrickt, war das von der Art Cologne aufgesetzte Internetportal Galerieplattform_DE Ende September zum zweiten Mal für Pre-Sales der in Köln zugelassenen Galerien geöffnet. Der äußerst spartanischen Premiere folgte jetzt eine aufgeräumte Präsentation von über 600 Kunstwerken, die theoretisch alle auf der Messe vertretenen Epochen abdeckten.

Lediglich fünf Prozent aller Objekte stammten allerdings aus der Zeit vor 1945 – das reichte vom Rokokospiegel über Gemälde alter Meister bis zum Expressionismus. Tatsächlich sind zwei Drittel der präsentierten Arbeiten nach dem Jahr 2000 entstanden, sodass ein guter Einblick in die aktuelle Szene geboten wurde. Zahlreiche Filtermöglichkeiten halfen beim Navigieren. Acht Experten, darunter der Düsseldorfer Sammler Gil Bronner und der Kunstwelt-Tausendsassa Kenny Schachter, hatten jeweils ihre Lieblingsstücke ausgewählt. Interessant waren neben den jeweiligen Vorlieben die gemeinsamen Favoriten. Ein Vorteil gegenüber den meisten anderen Kunst-Plattformen: Meist war eine Preisangabe dabei, zumindest in Form einer Spanne. Das ist selten in der Kunstbranche.

Ärgerlich: Die Plattform war lediglich für zehn Tage online. Die FAQ sagen dazu: "Nach dem Veranstaltungszeitraum werden alle hochgeladenen Kunstwerke aus der Galerieplattform_DE wieder gelöscht." Was für eine Vergeudung! Dabei wäre die Seite ein idealer Messekatalog und hätte als solcher vielleicht auch eine größere Reichweite. Aber vielleicht wird es ja was im nächsten Jahr.