Ergebnis der Regierungskonsultationen

Deutschland und Israel wollen bei NS-Raubkunst zusammenarbeiten

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Deutschland und Israel wollen bei der Aufklärung von NS-Raubkunstfällen weiter eng zusammenarbeiten

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) teilte am Donnerstag nach den gemeinsamen Regierungskonsultationen in Jerusalem mit, beide Seiten seien sich einig, dass die Erforschung der NS-Geschichte von Kunstwerken und ihre mögliche Rückgabe an jüdische Erben weiter zentrale Bedeutung habe. Zudem unterstütze Deutschland das Vorhaben, die derzeit im Berliner Gropius-Bau laufende Ausstellung "Bestandsaufnahme Gurlitt" 2019 in Jerusalem zu zeigen.

Grütters hatte sich am Rande der Regierungskonsultationen mit der israelischen Ministerin für soziale Gleichstellung, Gila Gamliel, und mit dem Generaldirektor des Ministeriums für Kultur und Sport, Yossi Sharabi, zu bilateralen Gesprächen getroffen. Gemeinsam mit Gamliel eröffnete sie die Konferenz "The Future of Looted Art" (Die Zukunft von Raubkunst) im Bible Lands Museum.

Dabei erklärte Grütters: "Eine Wiedergutmachung kann es nicht geben, aber wir müssen der Geschichte derer auf den Grund gehen, die von den Nationalsozialisten beraubt, verfolgt, ermordet, oder – mittellos – zur Emigration gezwungen wurden." Nur so könne Deutschland seiner immerwährenden Verantwortung aus der NS-Zeit gerecht werden.

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