Umzug in die Provinz

Galerie Zink verlässt Berlin

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Die bislang in Berlin ansässige Galerie Zink zieht um – in ein süddeutsches 26-Seelen-Dorf

Die Galerie Zink, die vor allem zeitgenössische Maler und Zeichner vertritt, ist von Berlin-Mitte in ein Dorf in der Nähe von Nürnberg gezogen. Auslöser für den ungewöhnlichen Umzug von der Stadt in die Provinz waren vor allem private Gründe. Michael Zink, der die Galerie seit über 20 Jahren leitet, war bereits vor einigen Jahren in das süddeutsche Dörfchen gezogen. "Ursprünglich sollte mein langjähriger Mitarbeiter Florian Kromus die Leitung der Galerie daraufhin als Partner mitübernehmen", erklärt er gegenüber Monopol. Im Frühjahr vergangenen Jahres wurde die Galerie deshalb in "Kromus + Zink" umgetauft. Nun zieht es Florian Kromus jedoch nach Paris, und so holte Michael Zink die Galerie kurzerhand zu sich in den Süden. Ab sofort soll sie von dort aus verstärkt projektbezogen arbeiten.

"Ich freue mich und bin auch ein bisschen stolz, dass die Künstler diesen Schritt mit uns gehen", teilt Michael Zink mit. Ab September läuft in Waldkirchen die erste Ausstellung in neuer Umgebung und unter altem Namen: In "Greetings from Ghent" werden Arbeiten der Künstler Tom Callemin, Aslan Gaisumov, Hannelore Van Dijck und Dirk Zoete zu sehen sein.

Die Galerie Zink vertritt unter anderem Jana Gunstheimer, Marcel van Eeden, Hiroshi Sugito und Sabrina Fritsch. Michael Zink eröffnete seine Galerie Anfang der Nullerjahre in München, 2011 zog die Galerie um nach Berlin. Damals begründete er den Umzug mit der Internationalität und Aufgeschlossenheit Berlins.

In jüngster Zeit haben mehrere Galerien den Standort Berlin aufgegeben.

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