Berliner Künstlerin

Gisela Breitling mit 78 gestorben

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Die Künstlerin Gisela Breitling, eine Vorkämpferin der Frauenrechte, ist im Alter von 78 Jahren gestorben

Sie erlag am Montagmorgen in einem Berliner Pflegeheim einer langjährigen Erkrankung. Die aus dem fantastischen Realismus stammende Künstlerin wurde vor allem mit ihren Porträts von starken und selbstbewussten Frauen bekannt. In den 80er Jahren gründete sie zusammen mit der Berliner Künstlerin Evelyn Kuwertz "Das verborgene Museum", in dem seit 1987 vorwiegend Werke von vergessenen europäischen Künstlerinnen ausgestellt werden. 2001 erhielt sie für ihr Engagement zur Gleichstellung der Frau in der Kunstwelt das Bundesverdienstkreuz am Band.

Breitling, 1939 in Berlin geboren, schuf nach Angaben des Werkverwalters seit den 60er Jahren mehr als 700 Gemälde, unzählige Drucke und Skizzen. Ihre Arbeiten sind in Sammlungen wie der Berliner Nationalgalerie, der Albertina in Wien und dem Victoria and Albert Museum in London vertreten. Daneben machte sie sich auch als Autorin einen Namen. 1987/88 gewann sie den Wettbewerb zur Gestaltung des Turms der Berliner Matthäus-Kirche am Kulturforum.

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