Coronakrise

Grütters sieht Kultur in Europa vor "größter Herausforderung"

Monika Grütters (M,), Staatsministerin für Kultur und Medien, am Montag mit den EU-Kulturministerinnen und Kulturministern im Bundeskanzleramt in Berlin
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Monika Grütters (M,), Staatsministerin für Kultur und Medien, am Montag mit den EU-Kulturministerinnen und Kulturministern im Bundeskanzleramt in Berlin

Die Corona-Krise setzt die europäische Kulturszene aus Sicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters besonders unter Druck

"In der Kultur schlägt das Herz Europas. Der gesamte Kulturbereich in Europa - und damit auch Europa selbst - stehen vor der größten Herausforderung der letzten Jahrzehnte", sagte die CDU-Politikerin laut Mitteilung am Montag in Berlin während eines Treffens der EU-Kulturminister im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Unternehmen der Kulturwirtschaft seien nicht nur diejenigen, die durch das notwendige Herunterfahren des öffentlichen Lebens besonders hart betroffen seien. "Sie sind auch diejenigen, die besonders langfristig betroffen sind. Der Kultur- und Kreativsektor braucht deshalb unsere konzertierte Unterstützung."

"Wir sind uns einig darin, dass der Kultur- und Kreativsektor bei den europäischen Aufbauhilfen angemessen berücksichtigt werden muss", sagte Grütters. Zudem seien "Pandemie-Regelungen mit Augenmaß" notwendig, um die Kultur in Europa am Leben zu erhalten. Gesundheitsschutz habe immer Vorrang, "allerdings gibt es inzwischen aus ganz Europa eine Reihe von Beispielen, die uns zeigen, dass eine Rückkehr zur lebendigen kulturellen Teilhabe auch in Zeiten der Pandemie möglich ist".

Die in Berlin besprochenen Ansätze sollen nun auf Fachebene weiter vertieft werden. Zudem ist eine weitere Sitzung der EU-Kulturministerinnen und -minister am 1. Dezember in Brüssel geplant.