Nach Humboldt-Forum-Absage

Inés de Castro plant neues Linden-Museum in Stuttgart

ANZEIGE

Museumsmanagerin Inés de Castro plant nach ihrer Entscheidung gegen einen Weggang nach Berlin ein neues Linden-Museum in Stuttgart - das kann aber noch dauern

"Es muss zunächst über ein geeignetes Grundstück entschieden werden, auf dem das neue Museum einen Platz haben könnte", sagte sie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch). "Wir selbst bräuchten für eine Neukonzeption sicher fünf Jahre, weil wir etwas ganz Neues machen wollen." Die mittelfristige Perspektive seien zehn Jahre. Das Linden-Museum ist eines der ersten Völkerkundemuseen bundesweit.

Sie halte "neue Formen der Partizipation und Präsentation" für spannend, sagte die Ethnologin den Blättern. "Als Erstes wird auffallen, dass nicht nur eine Perspektive vermittelt wird zu einem Objekt, sondern mehrere", kündigte sie an. "Das heißt, dass auch ein Diskussionsprozess angestoßen wird."

Inés de Castro hätte Sammlungsleiterin des Berliner Humboldt Forums werden sollen, hatte sich jedoch dagegen entschieden. Das Humboldt Forum ist das größte Kulturprojekt des Bundes. Es entsteht für 600 Millionen Euro im rekonstruierten Berliner Schloss und soll 2019 öffnen.

Weitere Artikel aus Interpol