New York

Inhaftierter Kunsthändler Inigo Philbrick bekennt sich schuldig

Inigo Philbrick mit der Londoner Kunstberaterin Francisca Mancini
Foto: Actionpress

Inigo Philbrick mit der Londoner Kunstberaterin Francisca Mancini

Der junge Kunsthändler Inigo Philbrick war einst ein Star seiner Branche, dann soll er Sammler um Millionen betrogen haben. Nun hat er sich vor einem New Yorker Gericht schuldig bekannt

Dem 34-jährigen US-Amerikaner und Ex-Galeristen werden verschiedene Betrugsdelikte vorgeworfen, unter anderem soll er Anteile an Kunstwerken an verschiedene Sammler verkauft haben, die zusammen mehr als 100 Prozent ergaben. Philbrick hatte sich auf den Kunsthandel auf dem Sekundärmarkt und das sogenannte "Art Flipping" spezialisiert, also den Spekulationshandel, bei dem Kunstwerke möglichst günstig eingekauft und mit möglichst hohem Gewinn weiterverkauft werden. Außerdem soll Philbrick Investoren betrügerische Dokumente zu einzelnen Werken präsentiert haben. Laut  "New York Times" bezeichnete der Staatsanwalt den Angeklagten als "Serienschwindler", der die Instransparenz des Kunstmarktes genutzt habe, "um Sammler, Investoren und Kreditgeber um mehr als 86 Millionen US-Dollar zu betrügen." 

Vor dem Federal District Court in Manhattan bekannte sich Philbrick nun schuldig. Als Grund für seine illegalen Geschäfte nannte er Geld. Das Urteil in seinem Fall soll im März 2022 fallen. Laut Medienberichten drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Philbrick, der für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt war, war 2020 auf der Südseeinsel Vanuatu verhaftet worden, nachdem er vorher untergetaucht war. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.