Neustart in Berlin

Krist Gruijthuijsen wird KW-Chef

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Krist Gruijthuijsen wird ab 1. Juli Direktor der Berliner KunstWerke.

Das gab das KW Institute for Contemporary Art (KunstWerke) am Donnerstag bekannt. Der 1980 geborene Kurator und Kunstkritiker aus den Niederlanden übernimmt das Amt von Gabriele Horn, die fortan Direktorin der Berlin Biennale wird. Gruijthuijsen übernimmt außerdem die Programmgestaltung von Ellen Blumenstein, die seit 2013 Chefkuratorin der KW Institute for Contemporary Art war. Die Berufung Gruijthuijsens markiert also einen strukturellen Umbau der Institution.

Gruijthuijsen war in den vergangenen vier Jahren künstlerischer Leiter des Grazer Kunstvereins und Lehrgangsleiter der Abteilung für bildende Kunst am Sandberg Instituut in Amsterdam. Er gründete den Kunstverein Amsterdam, den er von 2009 bis 2012 als Direktor leitete. Er kuratierte unter anderem Projekte für den Artists Space in New York und das Stedelijk Museum in Amsterdam.

"Die Auswahlkommission hat entsprechend einstimmig und überzeugt entschieden", heißt es in einem Statement des Künstlers Olafur Eliasson, der dem Vorstand vorsitzt. "Krist ist ein unabhängiger und kreativer Denker und erfahrener Ausstellungsmacher mit besten Verbindungen zu KünstlerInnen und KollegInnen verschiedener Generationen, der mehrfach nominiert wurden."

Die KunstWerke wurden Anfang der 90er-Jahre von dem Medizinstudenten Klaus Biesenbach in einer ehemaligen Margarinefabrik in der Auguststraße in Berlin-Mitte gegründet, 1999 wurde das Gebäude instandgesetzt. Heute wird das international renommierte Ausstellungshaus für Gegenwartskunst vom Kunst-Werke Berlin e. V. getragen und die Senatskanzlei unterstützt das Programm. Die KW sind Träger und Hauptveranstaltungsort der Berlin Biennale, die von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird.

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